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Leserbriefe vom
6.7.2026Datum auswählen
Wieder eine Chance verpasst!
Haben es unsere sog. Gesundheitspolitiker und deren besonders ökonomisch geschulten Einflüsterer noch immer nicht erkannt? Jawohl, man könnte die medizinische Versorgung im Land deutlich verbessern und die Spitäler und deren Ambulanzen entlasten, wenn man die Infrastruktur mit niedergelassenen Ärzten erhöhen würde. Aber glaubt man allen Ernstes, mit der populistischen Ansage „Wir schaffen jetzt in kurzer Zeit 600 Primärversorgungseinrichtungen und Fachärztezentren“ ist das Problem gelöst? Fragt sich denn keiner dieser Verantwortlichen, woher die dafür notwendigen Tausenden Ärztinnen und Ärzte herkommen sollen? Habt ihr noch immer nicht das Grundproblem erkannt, nämlich dass ca. die Hälfte der mit viel Steuergeld finanzierten Medizinstudenten gleich nach dem Studium ins Ausland abwandert? Zu Recht, weil sie dort besser bezahlt werden und obendrein besser ausgebildet werden. Und kennt ihr den Missstand nicht, dass jene Studenten, die im Land bleiben, oft bis zu zwei Jahre auf einen Ausbildungsplatz warten müssen – also weitere zwei Jahre verlieren? Auch der derzeitige politische Wunsch, bei jedem Gesundheitsproblem eine Hotline anzurufen, bringt de facto keine Entlastung im Gesundheitssystem, sondern lotst die Patienten vorbei an den niedergelassenen Ärzten erst recht wieder mit Blaulicht in die Spitalsambulanzen. Somit sollen für Notfälle, auch im ländlichen Raum, künftig nur noch Rettungsdienste und Sanitäter zuständig sein: Mehrkosten vorprogrammiert. Und das Problem „Pflegenotstand“ wurde erst gar nicht angegangen. Dies, obwohl sich zwar viele ältere Menschen eine Pflege zu Hause wünschen, aber an den Kosten bis zu 4000 Euro monatlich verzweifeln und sich daher zu einem Aufenthalt in einem Pflegeheim entscheiden müssen, was aber der Allgemeinheit das Doppelte kostet. Ist es niemandem im Gesundheitsbereich aufgefallen, dass bei vielen zu betreuenden Personen eine Betreuung am Tag reichen würde, die Nachtbetreuung aber zentral gebündelt unter Mithilfe der KI für mehrere Patienten gemeinsam völlig ausreichen würde? Ähnlich einer Überwachungsstation im Krankenhaus, mit Kommunikationsmöglichkeit. Damit könnte man die Kosten für den Einzelnen halbieren und die Betreuung zu Hause für alle möglich machen. Man müsste nur ein bisschen kreativ sein. Aber das ist leider zu viel verlangt!
Dr. Peter Kozlowsky
Haberzettl-Karikatur
Wieder einmal am Punkt. Einmal mehr hat es Bruno Haberzettl in seiner Karikatur am Sonntag in unnachahmlicher Weise auf den Punkt gebracht, was – ungeachtet aller politischen Turbulenzen – unser aktuell und auch künftig größtes Problem ist: die extremen Auswirkungen des Klimawandels, die schon so lange absehbar sind. Dass jenen noch immer einige leugnen, weil es ihnen, aus welchen Gründen auch immer, nicht in den Kram passt – kaum zu glauben. Aber da gibt gerade diese Karikatur möglicherweise noch einen kleinen Anstoß – danke.
Doris Alt
„Bruno am Sonntag“
Wie immer wurde eine herrliche Illustration von Bruno Haberzettl veröffentlicht. Nachfolgend erlaube ich mir, die Bezeichnungen auf den derzeitigen Hinweisschildern, von oben nach unten gelesen, in Hinblick auf die nahe Zukunft zu ändern: „Sandbahn“, „Geröllhütte“, „Trockenbründl“, „Tannen weg“, „Aper Graben“, „Kein-Bach-Klamm“, „Alm aus“-Hütte, „Steinbach“. Und: „E-Bike-Ladestation 3h“.
Haribert Isepp
„Eher sogar am Zweier angesiedelt“
Allein, dass Herr Babler sich und die Regierung zuerst bei „Gut bis Befriedigend“ ansiedelt, grenzt an große Selbstüberschätzung seiner selbst und seiner unfähigen Mitregierenden. Das Beste, was er kann, ist alles kleinzureden und dazu noch zu behaupten, es sei doch alles gut. Steckt da etwa ein kleiner Trump in ihm, der auch alles, was ihm so einfällt, fantastisch findet? Solange Politikern Selbstkritik und Selbsteinschätzung fehlen, haben sie auf den derzeitigen Sesseln nichts verloren.
Georg Culetto
Die wunderbare Welt des Herrn Babler
Es ist, wie es ist, und nicht, wie es sein soll. Was soll’s? Das denkt sich VK Babler wahrscheinlich jeden Tag, jede Stunde seines Lebens – und er redet sich die traurige Realität in seiner wunderbaren Welt schön. Vor allem in Sendungen wie bei Ö1. Er glaubt tatsächlich an seine „Bremsen“ und preist die Ergebnisse ebenjener. Ich hoffe, irgendjemand holt ihn aus seinem Paralleluniversum zurück, sonst endet diese Regierungsperiode noch schlimmer als die der Vorgänger-Regierung. Leider für uns, das Volk und die Bürger, letztendlich. Wie das Wort schon sagt: „Bürge“ – für die Blödheiten der Regierung.
Josef Lesjak
Dafür einen Zweier?
Mit Selbstüberschätzung, Selbstverliebtheit und der guten Selbst-Benotung seiner Politik macht sich der Vizekanzler nicht nur lächerlich, sondern auch noch unbeliebter. Und er vergisst anscheinend die katastrophalen Umfrageergebnisse für ihn selbst und das SPÖ-Graz-Ergebnis mit etwas über 5%. Nur ist er, und das ist zu befürchten, sicher einer, der bis zum bitteren Ende an seinem Sessel kleben wird, weil er von sich selbst voll und ganz überzeugt ist.
Heinz Vielgrader
14 Wochen Ferien
Man kann Andreas Salcher nur zustimmen. 14 Wochen Ferien im Schuljahr und noch einige Leerläufe sind einfach zu viel. Daher handeln, liebe Politiker!
Leopold Kummer
Bester Kommentator
Viele Kommentatoren könnten sich von Stefan Maierhofer bei krone.tv etwas abschauen. Seine Fachanalysen und Aussagen haben Hand und Fuß, nicht wie bei vielen anderen Besserwissern, die alles besser könnten und einen Schmarren daherreden. Danke dafür.
Kurt Penker
EU im Aufwind?
62% der Österreicher sehen es als richtig an, bei der EU zu sein. Auch wenn Politiker meinen, das sei ein super Wert, kann man diesen nicht gerade als sehr hoch einschätzen. Hätte die EU so weitergemacht, wie sie begonnen hat, gäbe es einen viel höheren Prozentwert. Aber die jetzigen Politiker verspielen das Ansehen, weil einige, allen voran Frau von der Leyen, Herr Merz und Herr Macron, sich aufspielen, als müssten alle nach ihrer Pfeife tanzen. Es wird über die Bürger hinweg bestimmt, es wird einseitig in Kriege investiert, und man vergisst auf die Nöte der eigenen Bürger. Auch die Teuerungen, die hausgemacht sind, werden nicht beachtet. So wird der Tag kommen, an dem die EU in sich zusammenbricht, und sie wird erst wieder Fuß fassen können, wenn die Politiker sich auf die Grundideen wie Frieden, Stabilität und Wohlstand besonnen haben.
Paul Glattauer
Studiengebühren
Ist es nicht so, dass der Großteil der ausländischen Studenten aus Deutschland kommt? In ihrem Land sind die Voraussetzungen für eine Universitätsaufnahme hoch, und ein großer Teil der Bewerber erfüllt diese Ansprüche nicht. Da ist es günstig, nach Österreich auszuweichen. Vor allem, da die freizügigen Ösis alle nehmen, die für deutsche Unis ungeeignet sind. Sie fallen den österreichischen Steuerzahlern zur Last. Leider haben das unsere hoch bezahlten und reisefreudigen Politiker noch nicht erkannt. Ein Wechsel dieser Politiker-Garnitur wäre dringend nötig.
Viktor Rothstock
„Krieg in der Ukraine und in Russland“
Zum Brief von Herrn Jager: Ist Ihnen nicht bewusst, wer das ganze Massaker angefangen hat? Obervolkszerstörer Putin. Er könnte das Desaster schon morgen beenden. Aber er will es nicht begreifen. Obwohl der Krieg sowieso längst verloren ist. Noch ein wichtiger Spruch zur Verteidigung der Ukraine gegen das Ungeheuer Putin. „Freiheit kommt nicht von selbst, sie muss erkämpft werden.“
Reinhold Buchsbaum
Energiekosten in Österreich zu hoch
Georg Wailand sagt das ganz richtig. Berücksichtigt man, dass unser aller Leben digitalisiert, unsere Wohnungen „smart“ gemacht und Menschen gegen Maschinen bzw. Roboter ausgetauscht werden – und berücksichtigt man die damit verbundenen Energiekosten (exponentiell auch für die Rechenzentren, die Energie fressen und Millionen Liter Wasser verbrauchen), können wir uns warm anziehen. Die Energiekosten, die in Zukunft auf uns abgewälzt werden (die E-Mobilität ist da gar nicht berücksichtigt), werden gigantisch sein.
Ingrid Ederer
Abschied vom Ajatollah
Im Iran findet gerade die fünftägige Trauerfeier für den getöteten Führer Ali Khamenei statt. Millionen Anhänger trauern, viele davon schwören Blutrache. Es sieht aus, als ob das ganze Land hinter dem Mullah-Regime stehen würde. In Wahrheit sind viele dagegen, doch es gab die blutige Niederschlagung von Protesten. Im Inneren des Landes brodelt es nach wie vor, nur die Gegner trauen sich nicht mehr auf die Straße.
Wolfgang Ertl
Wirtesterben
Da wird über das Wirtesterben gejammert, und dann führt man wieder eine Vorschrift ein (dieses Mal nicht von der EU). So viel zur Deregulierung. Ich will keinem Gastronomen etwas unterstellen. Aber z. B. beim Schnitzel auf dem Teller kann ich nicht kontrollieren, ob die Zutaten, die auf der Speisekarte stehen, verwendet wurden oder ob getrickst wurde, denn Papier ist geduldig. Es ist das gleiche Theater wie bei den Allergenen, das nichts bringt – außer viel Aufwand für die Gastronomen.
Sieglinde Berger
„Der Verfall der guten Sitten“
Zur „Unkorrekt“-Kolumne von Heinz Sichrovsky: Egal, ob im Fußball, im öffentlichen Leben oder sonst wo. Die Regierung lebt es uns ja auch jeden Tag vor.
Monika Banko
WM-Aus
Das Ausscheiden in der ersten K.-o.-Runde sehe ich nicht dramatisch. Es entsprach der Realität. Unser Anspruch sollte auch in Zukunft sein, dass wir uns für solche Großereignisse qualifizieren. Alles, was darüber hinausgeht, ist als Zugabe zu sehen. Unseren Leistungsstandard sollten wir dabei nicht aus den Augen verlieren.
Arthur Pernkopf
Noch nie waren die USA so einsam
Wen wundert’s, ist doch Trump der größte Anlass für die Verachtung der USA in der Welt. Dazu möchte ich sagen, dass die amerikanische Politik der Hegemonie schon immer mit einer Brutalität, die ihresgleichen sucht, durchgedrückt wurde, egal, ob von Republikanern oder Demokraten. Die USA haben – neben der Ausrottung der Ureinwohner und der Sklavenhaltung bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts – seit ihrer Geburtsstunde vor 250 Jahren viele Kriege geführt. Wobei fast alle exterritorial und Angriffskriege waren. Alleine nach dem Zerfall der UDSSR führten die USA mehr illegale Kriege als alle anderen Staaten auf der Welt und kümmerten sich wenig um das UN-Gewaltverbot. Haben sie als Veto-Macht doch mehr Handlungsfreiheiten als fast alle anderen Staaten. So gesehen kommt diese Einsamkeit nicht von ungefähr. Darum hält sich meine Freude ob des Geburtstages in Grenzen, und da bin ich sicher nicht alleine.
Harald Eitzinger sen.
„Unfinanzierbare Pensionen“
Lieber Herr Mag. Bürger, vielen Dank für Ihren tollen Leserbrief vom 5. 7. 2026. Sie haben es voll auf den Punkt gebracht, was sich die meisten Österreicher denken. Mit Ausnahme unserer Politiker. Die schmeißen nach wie vor unser Steuergeld mit beiden Händen für die dubiosesten Länder, Vereine, NGOs und vor allem für Asylwerber usw. beim Fenster raus.
Günter Pock
„Reform“
Reform, eine grundsätzlich gute Sache, in Österreich inzwischen leider zum Unwort mutiert. Alles, was uns in den letzten Jahren als Reform verkauft wurde, war zwar neu, aber stets eine finanzielle oder bürokratische Belastung für Arbeitnehmer und Kleinbetriebe. Hinter dem Wörtchen Reform versteckt sich eigentlich Gutes. Doch wir wurden eines Besseren belehrt, denn unsere Regierung/en hat/haben viel neu gemacht, aber nichts besser.
Ing. Pablo Spitzer
Stolz sein – auf was?
Immer wieder hörte man von der Mannschaft bzw. den Spielern, aber auch von so manchem Fan nach der 0:3-Klatsche gegen Spanien, dass wir „stolz sein können“. Österreich hat bei der WM mit Ach und Krach die Gruppenphase überstanden. Gegen die Spanier wurden wir ab Minute 30 vorgeführt. Spieler wie Arnautovic und Alaba waren körperlich nicht fit für volle 90 Minuten. Andere Spieler waren weit weg von ihrer Normalform, daher fehlten oft Tempo und Biss.
Robert Kindl

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