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Leserbriefe vom
6.6.2026Datum auswählen
So geht es nicht weiter
Als tägliche Leserin der „Kronen Zeitung“ bleibt mir der zunehmende Frust breiter Bevölkerungsschichten nicht verborgen. Überall, wo es wehtut, wird gespart. Bei der Bildung, der Gesundheit, der Sicherheit, bei Familien und Rentnern. Aber vom Sparen bei der breit aufgestellten Regierung, bei allen Parteien, beim Föderalismus, bei Mehrfachförderungen, Förderungen ins Ausland, bei NGOs etc. ist seit den beinahe 1½ Jahren, die diese Dreierkoalition regiert, nichts zu hören oder zu lesen. Man gönnt sich gegenseitig keinen Erfolg und feiert sich für lächerliche „Preisbremsen“, von denen die Bevölkerung so gut wie nichts spürt, bemerkt aber nicht den zunehmenden Abfluss gut ausgebildeter Österreicher ins Ausland, weil diese die „einnehmende“ Politik nicht mehr ertragen und im Ausland eine viel geringere Steuerbelastung haben. Stattdessen werden Unmassen von Migranten samt Familiennachzug ins Land gelassen, von denen viel zu viele mangels brauchbarer Kenntnisse von den Steuerzahlern erhalten werden müssen und gratis Einrichtungen benützen können, für die die Einheimischen selber zahlen müssen (Gesundheit, Rechtsberatung, öffentlicher Verkehr usw.). Eine FPÖ mit Herbert Kickl wird sich bei der nächsten Wahl, die möglichst bald erfolgen sollte, nicht mehr verhindern lassen. Und er wäre gut beraten, wenn er statt eines Kabinetts lang gedienter Parteisoldaten eine „Regierung der besten Köpfe“ aus allen Bereichen des Lebens aufstellen würde, denn dass es deren genug und mit Hausverstand gesegnete gibt, zeigen die täglichen Leserbriefe und die Kommentare in der „Kronen Zeitung“.
Christa Janeschitz
Ukraine-Flüchtlinge an die Front
Die EU diskutiert über das Ende des Schutzstatus der Ukraine-Flüchtlinge. Innenminister Karner meint, dass Schluss mit dem automatischen Schutzstatus für ukrainische Männer im wehrfähigen Alter sein muss. Wenn er meint, dass die männlichen Ukrainer zum Wiederaufbau oder an der Front gebraucht werden (und hofft, dass er dadurch FPÖ-Wähler zurückgewinnen kann), so darf er eines nicht vergessen: Front heißt möglicherweise Tod. Ich finde, dass man jene, die jetzt schon in einem Arbeitsverhältnis stehen, nicht zurückschicken sollte. Auch klar ist, dass es wieder die Leute betrifft, die kaum Geld haben. Denn die, die jetzt mit teuren Autos in der Wiener Operngarage stehen, wird es sicher nicht treffen.
Paul Glattauer
„Jetzt“ wird geprüft
Der Vorstoß von Innenminister Gerhard Karner in Brüssel ist im Grunde lobenswert: Wehrfähige Männer aus der Ukraine sollten ihrem Land helfen, und der bisherige Automatismus „Schutz für alle“ gehört hinterfragt. Dass man stattdessen „künftig“ genau prüfen will, wer tatsächlich Anspruch auf Schutz hat, lässt uns allerdings erstaunt aufhorchen. Es ist ein spätes, aber ein aufrichtiges Eingeständnis dafür, dass man genau das bis dato eben nicht getan hat. Bliebe nur noch die Frage offen: Lag das an chronischer Überlastung?
Josef Pratsch
Sepp, was machst du?
Unser umtriebiger und fleißiger Staatssekretär Sepp Schellhorn hat sein zweites Entbürokratisierungspaket kurzfristig abgesagt. Nachdem von seinem ersten sage und schreibe schon ganze 14 Vorschläge in trockene Tücher gebracht worden waren, musste er sich offensichtlich eine Auszeit nehmen. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag gebaut. Bei diesem Wahnsinnstempo, das er mit der Regierung vorlegt, kann und muss man ihm eine Atempause gönnen. Vielleicht wäre er gut beraten, mehrere externe Mitarbeiter zu beauftragen, um sich zu schonen. Seine Partei-, aber auch Regierungskollegen haben diesbezüglich hervorragende einschlägige Erfahrung.
Hermann Schmitz
Reform abgesagt
Was hat Herr Schellhorn noch in der Bundesregierung zu suchen? Er hat bis jetzt nichts zusammengebracht. Außerdem sollte er den bis jetzt bekommenen Bezug zurückzahlen.
Johann Grünbauer
Paketsteuer
Die Paketsteuer ist für diese Regierung eine lukrative Einnahmequelle. Da die Bevölkerung immer bequemer wird, sind weitere Steuereinnahmen gesichert. Fazit: Es wird weiterhin in Saus und Braus Geld verschleudert. Es ist schon „unerträglich“, was in diesem Staat abläuft. Die Uhr zeigt bereits fünf nach zwölf.
Manfred Schnell
Ukrainische Drohnenangriffe
Mit Stolz verkündet man die Drohnenangriffe weit in das Hinterland der Russen auf deren Infrastruktur für Gas und Öl, Kerosin, Benzin und Diesel. Die verursachten Schäden werden uns in 4–5 Jahren bei den Rechnungen für Gas, Öl und notwendige Rohstoffe, die wir aus Kostengründen aus Russland beziehen werden müssen, verrechnet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ukraine einen Kostenbeitrag leistet.
Heribert Dierer
Neutralität ist Österreichs Stärke
Österreich wird 2027/28 seit Langem wieder einmal einen nicht ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat einnehmen. Eine Aufgabe, die nicht nur unserer außenpolitischen Tradition entspricht, sondern auch besondere Verantwortung verlangt. Gerade jetzt wäre es angebracht, sich auf die verfassungsmäßig verankerte Neutralität zu besinnen, anstatt sie politisch infrage zu stellen. Forderungen nach einem NATO-Beitritt oder einer schrittweisen Abkehr von der Neutralität widersprechen nicht nur dem verfassungsrechtlichen Fundament, sondern gefährden auch jene außenpolitische Glaubwürdigkeit, die Österreich über Jahrzehnte aufgebaut hat. Diese ist kein Relikt vergangener Blockkonfrontation, sondern ein strategischer Vorteil in einer zunehmend fragmentierten multipolaren Weltordnung. Im Sicherheitsrat, wo geopolitische Spannungen dominieren, liegt die Stärke kleinerer Staaten nicht in militärischer Bündniszugehörigkeit, sondern in unabhängiger und ausgleichender Diplomatie. Österreich kann nur dann konstruktiv wirken, wenn es sich konsequent am Völkerrecht orientiert und seine Rolle als neutraler Vermittler ernst nimmt. Der kommende Sitz darf daher nicht als Gelegenheit zur machtpolitischen Positionierung missverstanden werden, sondern muss als Auftrag zu einer eigenständigen, friedensorientierten Außenpolitik begriffen werden. Neutralität ist kein Hindernis – sie ist die Voraussetzung für eine glaubwürdige österreichische Stimme auf internationaler Ebene.
Dr. Josef Richard Skumautz
„Mit der Sicherheit spielt man nicht“
Da die ÖVP das Modell 8+2 für die Heeresreform schon längst fordert, eiern SPÖ und Neos herum. Die FPÖ wäre auch für das Modell 8+2, dadurch ergäbe sich eine klare Mehrheit im Parlament. So wie Herr Mölzer in seiner Kolumne das anklingen ließ, könnte man das doch umsetzen, oder nicht? Es scheitert wahrscheinlich daran, dass ÖVP und FPÖ sich alles andere als mögen. Aber sollten sie nicht ihre Befindlichkeiten zum Wohle Österreichs ablegen?
Erwin Nebenführ
Inflation in Österreich
Die Inflation steigt in Österreich massiv. Aber warum nur hier? Vergleiche mit z. B. Italien zeigen klar, dass unsere Inflation hausgemacht ist. Alle wollen etwas, es ist immer alles zu wenig, und statt sich einmal zurückzunehmen, wird nur gefordert. Die Gastronomie ist ein Preistreiber erster Güte. Eine Woche in Abano Terme im Wellness-Hotel ist fast preisgleich wie 3 Tage und 2 Nächte bei uns in Österreich in einem vergleichbaren Hotel. Wie schaffen die das? Kaffee ist bei uns doppelt so teuer. Guter Wein in Lokalen ist dort locker leistbar, Lebensmittel sind deutlich billiger. Wenn wir nicht alle dazu beitragen, werden wir die Inflation nicht in den Griff bekommen.
Helmut Koger
Zweiter ORF-Manager im Gespräch
Spannend, dass man anscheinend schon vor der Bestellung des neuen ORF-Generaldirektors an dessen Fähigkeit, den Job allein erwartungsgemäß zu erfüllen, zweifelt. Sonst würde man nicht einen zweiten Manager andenken. Anstatt in die Qualität des Angebots zu investieren, könnte man vielleicht noch weitere Manager engagieren. Die Allgemeinheit muss es zwangsweise finanzieren.
Mag. Patricia Salomon
UN-Sicherheitsrat
Ich kann nicht beurteilen, was uns dies tatsächlich bringt. Nur: Mir graut davor, wenn unsere manchmal verhaltensauffällige Außenministerin dem Gremium ihre Weltansicht aufdrängen will.
Fritz Hiersche
Otto Waalkes in der Albertina
Otto Waalkes, der legendäre deutsche Komiker, Musiker und Schauspieler, hat sich schon immer durch seinen einzigartigen Humor und sein Talent hervorgetan. Nicht jedem bekannt ist jedoch, dass er auch ein begabter Maler ist. Nun präsentiert Otto Waalkes seine Kunstwerke in einer besonderen Ausstellung in der renommierten Albertina in Wien. Diese Ausstellung zeigt eine weitere Facette dieses tollen Menschen, den viele von uns aus Film und Fernsehen kennen. Ich bin stolz auf dich, Otto!
Wolfgang Gottinger
Handschlag
Ich habe das Damen-Semifinale der French Open 2026 verfolgt. In diesem Spiel gewann die Russin Andreeva gegen die Ukrainerin Kostyuk. Beim obligatorischen Handschlag nach diesem Match verweigerte die Verliererin diesen. Finde ich nicht richtig, dass das Kriegsgeschehen auf den Tennisplatz übertragen wird. Kein Sportler kann etwas dafür, dass ein Wahnsinniger namens Putin so viel Leid über die Ukraine gebracht hat. Und so wäre es ein gutes Zeichen, dass man sich einfach die Hand gibt!
Robert Laurentschitsch
Orbáns Spuren
Da mokiert sich Herr Mölzer also darüber, dass der ungarische Staatspräsident und andere hohe Amtsträger von Premier Magyar aus dem Amt „entfernt“ werden sollen. Alles Personen, welche nicht vom Volk, sondern vom damaligen Parlament (Orbán-Partei) installiert wurden. Mit dem Leitthema „Machen wir’s dem Orbán nach“ werden also solche Zustände auch bei uns herbeigewünscht.
Adolf Jägerbauer
Kopftuchverbot
Ich verstehe das Argument von Frau Gewessler nicht, nicht für das Kopftuchverbot gestimmt zu haben, weil es vermutlich nicht verfassungskonform sei, obwohl man ja nicht wolle, dass Kinder eines tragen müssen. Da lehnt man sich jetzt zurück und versucht nicht, den Unterschied zu unserem Kopftuch herauszuarbeiten und Argumente zu liefern, die es als Symbol für Einschränkung und Unterdrückung erkennbar machen. Wir können doch nicht einen Teil der Gesellschaft seiner Rechte berauben, die wir uns selbst auf unsere Fahnen geschrieben haben. Was ist mit den Fällen, wo Brüder und Schulkollegen öffentlich einschreiten und mit Konsequenzen drohen, weil ein Mädchen den Mut aufgebracht hat, das Kopftuch in der Schule abzunehmen. Diese Einschüchterungen müssten allein ausreichen, um das Ausmaß an Unterdrückung transparent zu machen. Wenn das für manche Politiker noch immer kein Ansporn ist, eine tragfähige Lösung zu suchen, dann vielleicht, wenn sie bedenken, welche Konsequenzen das für unsere freie Gesellschaft nach sich zieht.
Renate Lehner
Strafmündigkeit
Wie lange wird bei uns noch herumgeeiert, ehe es zu einer Änderung des Strafgesetzes für jugendliche Kriminelle kommt? Haben die verantwortlichen Politiker hier noch immer nicht begriffen, dass das geltende Jugendstrafgesetz bereits überholt ist, weil schon Zwölfjährige schwere Straftaten begehen? Es muss doch möglich sein, auch gegen den Widerstand der Links-Guten eine Gesetzesänderung zu beschließen, die es ermöglicht, auch den Verbrechernachwuchs zur Verantwortung zu ziehen. Zwei Drittel dieser Täter haben Migrationshintergrund, daher sind deren Eltern verantwortlich und bei Nichtbeachtung unserer Gesetze „samt Kind und Kegel“ zu rem... – Pardon, das darf man ja nicht sagen – abzuschieben!
Franz Weinpolter
Der teure Wettlauf um die Universitäten
Danke, Herr Dr. Wailand, für diesen aufrichtigen Beitrag, der Österreichs teuren Prestige-Wettlauf auf allen Gebieten aufzeigt. Die nötige Qualität scheint der linken Politik völlig gleichgültig zu sein. Denn unsere qualifizierten Fachleute werden von unqualifizierten Immigranten ersetzt. Und mit Stolz werden unsere hochgebildeten Akademiker im Ausland präsentiert. Ändern wird sich wie immer nichts.
DI Peter Christian Vogl
Entbehrlich
Solange diese Regierung im Amt ist, ist jede politische Debatte entbehrlich. Macht eine Partei einen guten Vorschlag, sind zwei andere dagegen. Egal, ob bei Themen wie Bundesheer, Asyl, Bildung, Schulen oder Gesundheit – es kommt bestenfalls zu minimalsten Kompromissen, die weder Fisch noch Fleisch sind. Die Formel 2-1-0 des Kanzlers muss wohl in den Papierkorb. Und in ein paar Tagen wird man uns erklären, dass die unabhängigste und qualifizierteste Person die ORF-Wahl gewonnen hat. Um es, angelehnt an Schiller, auf den Punkt zu bringen: „Man wendet sich ab mit Grausen!“
Helmut Speil

Tierecke
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