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Zwischen Himmel & Erde
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Leserbriefe vom
13.9.2026Datum auswählen
Der 11. September 2001
Am Tag von 9/11 war ich selbst in New York und habe mit eigenen Augen das zweite Flugzeug beobachtet, wie es in den Südturm des World Trade Centers einschlug, mit Explosion und Rauchwolke. Jedoch wurde recht wenig vom Chaos danach berichtet, da damals Meldungen verbreitet wurden, dass bis zu acht Flugzeuge involviert gewesen sein könnten. Ich arbeitete für die UNO, hatte mein Büro im 22. Stockwerk. Da wir damals noch die Fenster öffnen konnten, sah ich direkt nach Downtown, wo die Zwillingstürme einstürzten.
Alfred Podritschnig
„ZiB“ – Zukunft im Blindflug
Zwei Tage Zukunft – und am Ende ein Wunschzettel vom Küniglberg. Noch vor Bablers ORF-Zukunftsforum zündete die ÖVP mit der Forderung nach Abschaffung der Haushaltsabgabe und Budgetfinanzierung den „Sprengsatz“. Babler verteidigte den ORF-Beitrag. Es folgten unzählige Teilnehmer, Arbeitsgruppen und Reformversprechen. Ausgerechnet zentrale Anliegen der privaten Medien fanden kaum Eingang in die Ergebnisse, während Kletterer, Sänger, Kabarettisten und Fußballer im Rampenlicht standen. Viel Bühne und Blabla und am Ende Möglichkeiten ohne Ende für den ORF. Während der Gebührenzahler brav weiterzahlt, bekommt der ORF noch mehr digitale Freiheit: Online-only (nur digital verfügbar, Anm.), Online-first (zuerst im Internet abrufbar, Anm.) und ein eigener KI-Auftrag sollen möglich werden. Für private Medien, die jeden Euro selbst erwirtschaften müssen, ist das keine Kleinigkeit. Ein mit Zwangsbeiträgen finanzierter Medienriese kann den Markt mit Gratisangeboten fluten, während andere ums Überleben kämpfen. Wer abkassiert, darf den Wettbewerb nicht gleichzeitig erdrücken. Am Küniglberg träumt man von neuen Spielräumen – draußen im Land wird bei der Versorgung zurückgefahren. Kleinsendeanlagen werden abgeschaltet, während zugleich eine verlässliche, ungekürzte Finanzierung verlangt wird. Bei den Luxus-Gagen bleibt Sparen hingegen ein Fremdwort. Mehr Narrenfreiheit, mehr Geld und weniger Versorgung. Das ist keine Reform, das ist Schönfärberei! Österreich braucht keinen ORF, der immer größer und mächtiger wird. Es braucht einen transparenten, schlanken und fairen öffentlich-rechtlichen Rundfunk – mit klaren Grenzen, schnellen Nachrichten und sofortigem Live-Einstieg, wenn es wirklich darauf ankommt – statt medialem Größenwahn. Erst muss aufgeräumt, dann über mehr Geld geredet werden. Reformversprechen gibt es genug, aber noch längst keinen neuen Morgen. „Zeit im Bild“ sieht anders aus.
Alessandro Ferrari
An die Wand
Laut „Krone“ dürften die Spritpreise sich Richtung 2,50 Euro bewegen. Was hört man von der Regierung? Nichts. Leid tun können einem in erster Linie die Pendler. Natürlich betrifft es auch die Frächter und alle, die mit Transporten zu tun haben. Dass damit natürlich auch alles andere teurer wird, leuchtet ein. Die Inflation wird wieder steigen, aber niemand von der Regierung tut etwas dagegen. Wir hören immer „Es wird schon“ und „Wir machen schon“. Passieren tut nichts. So fahren wir die Wirtschaft an die Wand und keiner merkt es.
Leopold Rapp
Auf dem Weg zu 2,50 Euro pro Liter
Ist doch alles kein Problem, die Regierung macht das mit einer Entlastung von 1,9 Cent pro Liter. Das ist ja für jeden „problemlos“ leistbar.
Gerald Fried
Spritpreise
An die Polit-Spitze Österreichs: Die „Krone“-Schlagzeile vom 12. 9. lehrt mich das Schaudern. Bis zu 2,50 Euro pro Liter Sprit. Als ich zum Autofahren begonnen habe (1985), kostete der Liter im Schnitt ca. 9 Schilling, umgerechnet waren das etwa 67 Cent. Damals zahlte man für eine 70-Liter-Tankfüllung rund 630 Schilling (ca. 45 Euro). Heute bezahlt man für 70 Liter rund 175 Euro, umgerechnet ca. 2400 Schilling, also fast das Vierfache mehr. Ich verdiente damals um die 14.000 Schilling pro Monat. Wäre das schön, wenn auch ich heute das Vierfache verdienen würde, der Spritpreis wäre kein Problem. Bei einem Monatsgehalt von 20.000 bis 25.000 Euro inkl. Chauffeur (und sonstigen Sonderstellungen) würde ich das auch nicht spüren. Bei einem Arbeitsweg aber von 800 km monatlich zahle ich nun eineinhalbmal so viel wie vor zwei (!) Jahren. Von 90 Euro bin ich nun auf 230 Euro für dieselbe Strecke. Wann machen Sie endlich die Augen auf, Hr. Stocker, Hr. Babler und Fr. Meinl-Reisinger? Wenn nicht jetzt, dann werden sie euch spätestens bei der nächsten Wahl geöffnet. Vom Volk nicht gewählt, aber drüberfahren über die Steuerzahler wie ein Hurrikan, dass es sogar das letzte Geld aus den Taschen zieht.
Hans Schleimecker
Abzocke
Zum Artikel vom 12. 9. über die Spritpreise und den möglichen weiteren Anstieg: Was machen die Skandinavier (z. B. Schweden)? Es gibt keine Kosten in der Schule, das Sozialsystem ist super. Warum kann unsere Politik das nicht? Kreisky wollte immer alles so machen wie die Schweden, es hat aber nie funktioniert. Es muss bald was passieren, sonst geht Österreich den Bach hinunter.
Dagmar Trinkl
Wann handelt die Regierung?
Fast täglich steigt mittlerweile schon der Spritpreis in Österreich und spült viel Geld in die Staatskassa. Dass die „Mini-Spritpreisbremse“ keine Entlastung für die Autofahrer in Österreich ist, sollte mittlerweile auch die Regierung mitbekommen haben.
Robert Kindl
Gefängnis-Krise
Nun ist man endlich draufgekommen, dass hier eine Lösung dringend notwendig ist. Die Unterbringungsmöglichkeiten und auch das Personal sind schon lange zu wenig. Dies hätte bereits die vorige grüne Justizministerin Zadić in Angriff nehmen müssen. Denn die Kriminalität ist durch die starke Zuwanderung, die von den Grünen damals sehr befürwortet wurde, gestiegen. Für die meisten illegal bei uns Eingedrungenen wurde ja Duldung erreicht.
Doris Linser
Der schiefe Lueger
Das Lueger-Denkmal steht immer noch, wenn auch um viel Geld um 3,5 Grad nach rechts gekippt. Jetzt geht es darum, nach Herrn Lugner einen Platz benennen zu dürfen. Wo ist das Problem und wo ist die Lösung?
Robert Lehmann
Klimaziele
Wie üblich, bemüht sich Österreich, sich als Musterschüler einzuschleimen, indem es päpstlicher als der Papst sein will. So auch bei den von der EU festgesetzten Klimazielen bis 2050. Bis dahin will die EU klimaneutral sein. Österreich drängt sich vor und will das Ziel 10 Jahre früher erreichen. Koste es, was es wolle, wir schaffen das. Mit den damit verbundenen Maßnahmen ruiniert man die Wirtschaft, heizt die Inflation an und quält das Volk sinnlos. Österreichs Anteil am weltweiten Treibhausgasausstoß beträgt gerade mal 2 Promille.
August Riegler
Einkommen
Ich habe gelesen, dass eine Frau um die 60 im Durchschnitt um 1595 € weniger verdient als ein Mann. Ich frage mich, warum? Sie fällt wohl kaum durch Kinderkriegen aus. Alle Welt schreit nach Gleichstellung, und Frauen müssen sichtbar gemacht werden. Wenn’s ums Einkommen geht, da haben anscheinend alle kein Problem damit, Frauen kleinzuhalten. Und das im Jahr 2026.
Annemarie Senz
Widdewidde wie sie mir gefällt
Es ist beängstigend, morgens aufzuwachen und wieder und wieder neue Absurditäten von Trump zu hören. Google ändert in seinem Landkarten-Dienst „Maps“ den Lake Ontario zu Lake America. Die USA haben dank dieses kranken Menschen 36,4 Billionen Dollar Schulden. Nun „verspricht“ er jedem 5000 Dollar bei Gewinn der Midterm-Wahlen. Bei uns heißt das Bestechung.
Brigitte Wagner
ÖGK im Minus
Ständig wird davon gesprochen, dass die Gesundheitskasse im Minus ist. Aber wie viele Asylwerber kostenlos behandelt werden, davon spricht niemand.
Mag. Dr. Iris Hofbauer
Es war kein Tag wie jeder andere
Am 11. 9. 2001 befand ich mich im Großraum Washington D.C., wo ich aus beruflichen Gründen mehrere Jahre lang lebte. Ich erinnere mich noch genau an den Morgen dieses Tages. Ein schöner, etwas schwüler Spätsommertag kündigte sich an. Ich wohnte mit meiner Familie in Potomac im Bundesstaat Maryland. Auf meiner halbstündigen Fahrt ins Büro in Washington wurde plötzlich als Sondermeldung im Autoradio durchgegeben, dass ein kleineres Flugzeug in einen der Türme des World Trade Centers gekracht war. In dem Moment war mir noch nicht klar, wie bedeutsam dieser Tag noch werden sollte. Die beiden Türme mit vielen unschuldigen Opfern existierten bald nicht mehr, und der Rauch des brennenden Pentagons war stundenlang deutlich sichtbar. Polizei-Sirenen und permanente Helikopterflüge über der Stadt prägten diesen Tag. Normales Arbeiten war nicht mehr möglich, weil nur mehr die Live-Berichterstattungen von allen verfolgt wurde. Als ich dann verspätet am Abend wieder nach Hause zurückkehrte, waren die USA ein anderes, total verunsichertes Land geworden. Diese Verunsicherung war der Ausgangspunkt einer Politik, die zuerst einen extremen Patriotismus generierte und recht bald danach jahrelange Kriege in Afghanistan und im Irak auslöste. Kriege, die weitere Hunderttausende Menschen das Leben kosteten und den Beginn einer ständig steigenden Rücksichtslosigkeit der USA gegenüber der restlichen Welt auslösten. Donald Trump ist wohl die Krönung dieser Entwicklung. Der 11. 9. 2001 war somit definitiv kein Tag wie jeder andere.
Martin Krämer
Die Biene, die alle lieben
Die Biene Maja ist bei Jung und Alt beliebt. Es ist ja auch kein Wunder, sie ist nicht nur süß, sondern auch sehr lebendig, sie braucht immer was zu tun und ist das Gegenteil von ihrem besten Freund, dem faulen Willi. Offensichtlich spannt sie ihn deshalb bei ihren Aktionen ein, dass er wenigstens ein bisschen was tut. Solch liebenswerte alte Serien vermitteln Kindern z. B. Toleranz, Respekt und vieles mehr im Gegensatz zu dem, was heute im Fernsehen gezeigt wird. Serien wie die „Biene Maja“ oder „Wickie und die starken Männer“ aus der Zeit der 1970er-Jahre wird es nicht mehr geben.
Pamela Pfennigbauer
Das Kopftuch.
.und unsere Werte. In Ö1 gab es Dienstag eine Diskussion über politischen Islam. Leider ging das Thema wieder in Richtung einer Definition, was politischer Islam ist, und endete beim Kopftuch. Dabei wäre es viel einfacher: Wir definieren, was unsere Werte sind, und die müssen von jedem respektiert und eingehalten werden. Diese Werte kann man doch respektieren, auch wenn man ein Kopftuch trägt, oder? Wer unsere Werte nicht einhalten will, soll sich ein anderes Land suchen. So einfach wäre das.
Erwin Satzer
Politikversagen
Chefredakteur Herrmann beschreibt es wieder sehr treffend und richtig, das völlige Politikversagen in Sachen ORF. Statt endlich einen richtigen Neuanfang zu wagen und einen kleinen, qualifizierten Aufsichtsrat einzusetzen, stützt man sich weiter auf diesen unsäglichen Stiftungsrat. So wird das wieder nichts. Das muss man den für den ORF Verantwortlichen mitteilen.
Heinz Vielgrader
Tierquälerei
Wenn man in Österreich viel zu schnell fährt, wird der Führerschein entzogen und evtl. das Fahrzeug beschlagnahmt. Wenn auf einem Bauernhof oder in einem Zuchtbetrieb etc. Tierleid und Tierquälerei festgestellt werden, sollte man den Betrieb sofort behördlich schließen. Hier gehören die Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften in die Pflicht genommen. Gequälte oder vernachlässigte Tiere gehören sofort auf andere Höfe umverteilt, wo man weiß, dass sie es gut haben. Nicht lange fackeln, keine Einsprüche und langwierige Verfahren von gefinkelten Anwälten. Das Tierwohl muss an erster Stelle stehen. Es sollte in jeder Gemeinde einen ehrenamtlichen oder angestellten Tierschutzbeauftragten geben. Und eine 24-Stunden-Hotline als Anlaufstelle wäre wichtig, auch für Hunde und Katzen. Wann begreift man endlich, dass ein Tier keine Sache ist, sondern ein Lebewesen. Danach sollte man auch Gesetze ausrichten und die Strafen anpassen sowie die Kontrollen erweitern. Wie grün sind die Grünen? Fällt Tierschutz auch in ihren Bereich?
Michael Hautz
Simone Lugners Forderung
Ich frage mich schon, warum sie so viel Geld verlangt. Erstens war sie nur kurz verheiratet und zweitens würde sie auch mit vier Millionen für eine Kurzehe reichlich belohnt. Man sollte am Boden bleiben, finde ich halt.
Georg Culetto
Energie-Horrorszenario
Die Preise für Energie sind seit der teilweisen Sperre der Straße von Hormus gestiegen. Nun wird ein weiterer Seeweg in der Meerenge von Bab al-Mandab von den Huthis kontrolliert. Damit steht die Einfahrt ins Rote Meer und weiter in den Suezkanal unter deren Einfluss. Da durch die Straße von Hormus kaum mehr Öltanker kommen, ist das der nächste Schlag gegen die Weltwirtschaft. Trump hat Anfang des Sommers angekündigt, der Krieg gegen den Iran ist in zwei Monaten vorbei. Im Gegenteil, es gibt eine Eskalation gemeinsam mit dem Verbündeten im Jemen. Der Ölpreis steigt. Wie sich das auswirken könnte, zeigt Energie-Experte Walter Boltz auf. Er meint, wenn wir 2026 mit 2027 vergleichen, werden die Haushalte sicher ein Viertel mehr für Strom bezahlen. Bei Gas 25 bis 30%, das ist eher das Minimum. Für 2027 ist das ein Energie-Horrorszenario.
Gerhard Forgatsch
„Ober sticht Unter“
Mit dieser Ansage im ORF-„Sommergespräch“ hat FPÖ-Chef Kickl seinen eigenen Budgetsprecher Arnold Schiefer, Top-Manager und wichtigster Finanz- und Wirtschaftsexperte innerhalb und außerhalb der FPÖ, vor mehr als 750.000 Fernsehzuschauern bloßgestellt, herabgewürdigt, ja eigentlich gedemütigt. Und nur deshalb, weil Herr Schiefer in Bezug auf eine Pensionsreform die wesentlich besseren und intelligenteren Argumente vorweisen konnte als der unkompetente Parteivorsitzende Kickl. Alleine die Aussage „Ober sticht Unter“ lässt sehr tief in das Innenleben dieses charakterlosen Menschen blicken. Seine Wähler sollten nachdenken, was passiert, wenn sie so eine Person zum „Volkskanzler“ machen, wenn er bereits als Bundesparteiobmann seine eigenen besten Leute auf menschenunwürdige Weise demütigt.
Arnold Praschl
Länger arbeiten zahlt sich bald aus
Das mag sein. Fragt sich nur, für wen wurde die Steuererleichterung geschaffen? Für den kleinen Pensionisten, der sich nach 45 Arbeitsjahren noch einmal einen Job suchen muss, um in der Pension überleben zu können? Oder eher für Wirtschafts- und Polit-Pensionisten, die in ihrem Ruhestand einen Aufsichtsratsposten bekleiden und sich nun so ein schönes Körberlgeld dazuverdienen können? Wie dem auch sei: Steuerreformen wurden und werden nie in erster Linie für den kleinen Mann gemacht. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Eines scheint jedoch sicher: Österreich kann sich solche Steuerzuckerln nicht leisten.
Ralf Kernmayer
Schieflage
Immer wieder hört man von Politikern, dass wir unsere Werte verteidigen müssen. Was sind unsere Werte? Die christlichen sollen am besten abgeschafft werden. Kreuze weg, Nikolaus weg, heiliger Martin weg, der Christkindlmarkt heißt dann Wintermarkt – damit sich ja kein Moslem gestört fühlt? Da fällt mir ein, dass muslimische Schüler und Lehrer die christlichen Feiertage sehr wohl konsumieren und frei haben. Daran stoßen sie sich nicht. Unsere Schüler haben an muslimischen Feiertagen aber nicht frei, das ist ungerecht und diskriminierend.
Gottfried Leeb

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