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Leserbriefe vom
14.9.2026Datum auswählen
Ist das wirtschaftlich wirklich so klug?
WKÖ-Präsidentin Martha Schultz möchte die Sommerferien von 9 auf 6 Wochen verkürzen. Als Touristiker wundert mich dabei vor allem eines: Hat man auch darüber nachgedacht, was das für den österreichischen Tourismus bedeutet? Familien mit schulpflichtigen Kindern können nun einmal überwiegend in den Ferien verreisen. Werden neun Wochen auf sechs reduziert, verschwinden diese Urlauber nicht plötzlich – sie konzentrieren sich auf einen noch kürzeren Zeitraum. Noch vollere Straßen, noch größere Auslastungsspitzen, schwierigerer Personaleinsatz und höhere Preise wären die logische Folge. Seit Jahren spricht der Tourismus von Saisonverlängerung und Entzerrung. Und jetzt soll ausgerechnet die Hauptreisezeit um ein Drittel verkürzt werden? Gerne wird Deutschland als Beispiel genannt. Ja, dort dauern die Sommerferien meist sechs Wochen. Was dabei gerne vergessen wird: Die Termine sind zwischen den Bundesländern gestaffelt, und etwa Bayern und Baden-Württemberg haben zusätzlich rund zwei Wochen Osterferien sowie einen langen Ferienblock zu Pfingsten. Wer das deutsche Modell zitiert, sollte daher bitte das ganze Modell nennen und nicht nur jene sechs Wochen, die gerade ins Argument passen. Eine bessere Verteilung der Ferien über das Jahr kann man durchaus diskutieren. Das könnte sogar touristisch interessant sein. Drei Wochen einfach aus dem Sommer zu streichen, ohne gleichzeitig vernünftige längere Ferienzeiten im Frühjahr zu schaffen, wäre hingegen das Gegenteil einer Saisonentzerrung. Frau Schultz scheint derzeit ein wenig zur österreichischen Margaret Thatcher avancieren zu wollen: kürzen, straffen, effizienter machen. Als Präsidentin der Wirtschaftskammer darf und soll sie Diskussionen anstoßen. Sie sollte aber nicht glauben, dass sie ansagt – und der Rest tanzt. Gerade von einer Wirtschaftskammerpräsidentin, die selbst aus dem Tourismus kommt, hätte ich mir bei einem derart weitreichenden Vorschlag mehr Sensibilität für die wirtschaftlichen Folgen in unserer Branche erwartet. Wer Saisonverlängerung und eine bessere Verteilung der Gästeströme fordert, sollte nicht gleichzeitig dafür sorgen, dass sich der Familienurlaub auf noch weniger Wochen zusammendrängt.
Ilmar Tessmann
Interessante Frage
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben die Bab-al-Mandab-Straße, das Eingangstor zum Suezkanal, in Beschlag genommen. Herrn Trump interessiert das nicht, sollen sich doch die NATO-Partner darum kümmern, die ihn bisher im Stich gelassen haben. Für die EU geht es um die wichtige Schiffsroute nach Osten. Kommen nun die restlichen NATO-Staaten unter Druck? Wenn ja, stellt sich die Frage: Da die EU-Staaten nicht aufgerüstet sind, welche Priorität wird dieser Konflikt haben? Was ist wichtiger: die Ukraine oder die freie Schifffahrt durch das Rote Meer?
Wolfgang Alscher
Strategisches Versagen
Es begann damit, dass Trump den Iran mit Venezuela verwechselte. Dann vergaß er trotz zahlreicher Warnungen, die Straße von Hormus zu sichern. Mit den bekannten gravierenden Folgen für die Weltwirtschaft und explodierenden Energiepreisen, die sich natürlich auf fast alle Bereiche des alltäglichen Lebens niederschlugen. Und jetzt auch noch das: Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen erobern die Küste des Roten Meeres im Jemen und strategisch wichtige Inseln. Damit haben die Huthis ihren Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, durch die eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt führt. Es handelt sich um den kürzesten Seeweg zwischen Europa und Asien, der für den gesamten Waren- und Rohstoffverkehr zwischen Europa und Asien von großer Bedeutung ist. Und damit haben wir den nächsten Nackenschlag für die Wirtschaft. Die nächste Preisschock-Lawine für uns geplagte Bürger ist im Anrollen. Die Eskalation im Nahen Osten schreitet voran und damit auch die Folgen für die Welt. Hört dieser Wahnsinn denn nie auf?
Christian Stafflinger
Wirtschaftskammer und Ferien
Endlich ein Vorschlag, der sofort Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, nutzen würde.
Leopold Kummer
Kürzere Sommerferien?
Wenn die Präsidentin der Wirtschaftskammer meint, dass kürzere Sommerferien zu „unserem Kulturkreis“ gehören würden, kann sie nur Bayern meinen, wo die sechs Wochen Sommerferien nun zu Ende gehen. Allerdings gibt es dort dafür zwei Wochen Pfingstferien und eine zweite Osterferienwoche, die Gesamtzahl an unterrichtsfreier Zeit ist somit sogar etwas länger als in Österreich. Italien hat dreizehn Wochen Sommerferien und ist in Europa in prominenter Gesellschaft, in Südtirol, das ich ebenso zu unserem Kulturkreis zählen würde, sind es zwölf. Es ist ein weit verbreiteter Irrsinn und eine Themenverfehlung zu glauben, dass ich ein Betreuungsproblem dadurch löse, indem ich Kinder zur heißesten Zeit des Jahres in eine unzureichend ausgestattete Bildungseinrichtung stecke. Die Tourismusbranche, aus der die Kammer-Präsidentin stammt, muss ihre Fachkräfte halt gut behandeln, wenn sie diese halten möchte. Das trifft auch auf andere Branchen zu – und auch auf das Bildungssystem.
Florian Stadler
Der Aufschrei erfolgte sofort
Bekanntlich regte WKÖ-Präsidentin Schulz an, die Sommerferien der Pflichtschulen von 9 auf 6 Wochen zu verkürzen, um Eltern die Kinderbetreuung zu erleichtern. Der Aufschrei der Pflichtschullehrergewerkschaft erfolgte prompt, was weiter nicht verwunderlich ist. Wer lässt sich schon 3 Wochen bezahlten Urlaub widerspruchslos streichen?
Franz Köfel
Trump-Artikel
Lieber Herr Zavarsky, Sie haben mit Ihrem Artikel „Wie crazy ist Donald Trump (80) wirklich?“ sicher vielen Tausenden Menschen in Österreich aus dem Herzen gesprochen. Besser kann man den „amerikanischen Despoten“ nicht beschreiben. In vielen Ländern der Welt wäre er längst des Amtes enthoben und mit einer Zwangsjacke abgeholt worden. Dieser Geisteskranke stürzt die Welt in einen wirtschaftlichen Abgrund, bringt Tausende Menschen um und erhebt trotzdem den Anspruch auf den Friedensnobelpreis. Der einzige Trost ist momentan die Gewissheit, dass auch er den Weg aller Menschen geht.
Helmut Hartl
Baby James
Ich hoffe, dass jetzt Ruhe für James und die Familie einkehrt. Wenn eine Jugendwohlfahrt-Helferin ein Baby aus der Familie holt, weil die unerfahrene Mutter viel fragt, ist die Mitarbeiterin mit Sicherheit falsch am Platz. Schmerzensgeld wird hoffentlich direkt von den Mitarbeitern kommen und nicht aus dem Staatssäckel. Wegschauen, wo hinschauen nötig wäre, und stierln, wo alles gut ist – das kann’s nicht sein.
Annemarie Senz
Die Regierung arbeitet wieder
Laut „Krone“ dürfte der Spritpreis bald bei 2,50 € liegen. Hat die Regierung wieder eine Preisbremse vor? Denn jede ihrer Preisbremsen hat bisher die Teuerung erst so richtig angefeuert und dazu zusätzliche Preis- oder Steuererhöhungen gebracht, die sie als „Gegenfinanzierung“ bezeichnen. Damit wird die Inflation maximiert. Die Regierung will auch den Insolvenzfonds retten, der auch durch die tolle Wirtschaftspolitik der Regierung praktisch pleite ist. Wie wird diese Rettung aussehen? So wie die der Krankenkassen? Streichung der Leistungen für alle Beitragszahler. Kanzler Stocker ist wieder auf Reisen, diesmal in Polen. Man darf gespannt sein, wie viel Geld er diesmal ans Ausland verschenkt.
Stephan Pestitschek
Hoher Treibstoffpreis
Unsere Regierung muss ja derzeit aufgrund der hohen Treibstoffpreise täglich feiern. Denn nicht nur die Konzerne verdienen, auch unser Finanzminister. Pro Liter beträgt die Steuer derzeit über 1 €, bald wohl 1,50 € oder noch mehr. Und dann laufend erwähnen, dass man ja auf 1,9 Cent verzichtet. Wenn man auf die Bevölkerung und die Wirtschaft schauen würde, würde man eine Steuerobergrenze pro Liter einziehen.
Horst Zecha
Schuluniform
Wenn Hr. Schlemmer in seinem Brief meint, eine Schuluniform wäre die Lösung, so irrt er. Das wäre ein weiterer Kniefall vor einer Minderheit an Schülern, die sich (wie auch deren Eltern) nicht an bestehende Gesetze halten wollen. Es gibt sehr viele islamische Länder. Warum gehen diese Leute nicht dorthin?
Rene Weber
Kein Park für Lugner?
Die Ablehnung der Benennung eines Parks nach Richard Lugner wurde mit „problematischen“ Äußerungen von ihm zu diversen Themen begründet. Interessant. Weniger Probleme scheinen die Genossen im Rathaus mit dem Mörder Che Guevara zu haben: Dem wurde ein Denkmal im Donaupark gesetzt.
Werner Neudorfer
Schulbeginn im Rest des Landes
Für viele Kinder geht es heute zum ersten Mal in die Schule, für die anderen Kinder und Jugendlichen beginnt ein neues Schuljahr. Die Schulanfänger lernen neue Kinder und erstmalig auch ihre Lehrer kennen. Alle haben gemeinsam, dass sich nun wieder hauptsächlich alles um die Schule dreht. Wer fleißig lernt, kann auch mit guten Noten rechnen. Es geht aber nicht nur um gute Noten, die Schule ist auch eine gesellschaftliche Schulung für das spätere Leben. Außerdem sollten die jungen Menschen das Rüstzeug für die spätere Arbeitswelt bekommen. Auf jeden Fall sollten die Lehrer auch ein gutes Gespür für ihre Schüler mit in den Unterricht bringen, damit das Lernen mit einer gewissen Freude geschieht.
Wolfgang Ertl
Floskeln.
.im Konjunktiv. Offensichtlich lässt der Wähler alles mit sich machen. Wo sind die Demonstrationen gegen Politik, die sich gegen das eigene Volk richtet, gegen die hohen Spritpreise, gegen die verfehlte Zuwanderungspolitik, gegen die Diktatur von außen? Russland, Amerika und China können schalten und walten, wie es ihnen gefällt. Und unsere Verantwortungsträger zögern, hadern und verstecken sich hinter Floskeln im Konjunktiv. Wo bleibt das Aufstehen gegen die europäische Untergangspolitik, gegen aberwitzige Zölle, gegen den Krieg? Wir als Volk sind stark, wir müssen gemeinsam gegen die Missstände der Welt ankämpfen, um die Mächtigen im Größenwahn einzudämmen.
Gottfried Leeb
Nächste Schnapsidee
Weil er weder im Ukraine- noch im Iran-Krieg – den einen wollte er in 24 Stunden beenden, den anderen in ein paar Tagen – erfolgreich ist (auch in Gaza geht nichts weiter), konzentriert sich Trump nun auf die „Kleinen“. Auf Grönland und Irland, das er „wiedervereinigen“ will. All das ist eigentlich lachhaft. Nur schön langsam vergeht uns das Lachen bei so viel Dilettantismus und Großmäuligkeit des angeblich mächtigsten Mannes der Welt.
Heinz Vielgrader
Lärmschutzwand-Orgie
Im Autobahnbereich Mondsee in Oberösterreich sprießen wieder Unmengen von neuen, überflüssigen Lärmschutzwänden wie Pilze aus dem Boden. Da werden Wiesen, unbebaute Hügel und oftmals sehr weit entfernt gelegene Häuser mit hässlichen Wänden beglückt. Man kann nur den Kopf schütteln, wenn auch lange Waldgebiete ebenfalls lärmgeschützt werden. Schlaf, Rehlein, schlaf. Gibt es keine Kontrollorgane, die dem teuren Wildwuchs und der Verschwendung von vielen Millionen Euro Einhalt gebieten können? Es sind ja „nur“ Steuergelder, koste es, was es wolle.
Heinz Zander
Noch teurer
Durch politische Fehlentscheidungen werden Öl, Gas und Benzin teurer. Was dazu führt, dass die meisten Lebensmittel wieder teurer werden, da die Transportkosten explodieren. Auch wenn Politiker und Medien es verschweigen: Gas und Öl, die wir aus Russland bezogen haben, fehlen. Grund: Die EU und unsere Politiker ließen sich in den Ukraine-Krieg hineinziehen, obwohl uns dieser nichts angeht. Es hätte genügt, medizinisch oder den vielen Flüchtlingen zu helfen. Aus diesem Schlamassel kommen wir nicht heraus, weil unsere Politiker den Kopf in den Sand stecken, statt den eigenen Bürgern zu helfen.
Paul Glattauer
Nur dagegen zu sein, ist zu wenig
Wir Menschen neigen dazu, immer und überall dagegen zu sein. Wir sind gegen die Klimaänderung, Links- und Rechtsextremisten, Kriege, Schlechtwetter, Hitze und Kälte, die Diktatur, einfach gegen alles. Wir sind zwar dagegen, die Frage ist, was tun wir dagegen? Nur dagegen zu sein, ist nicht genug. Wir müssen dagegen etwas tun!
Peter Grandits
Klimaziele kosten Milliarden
Österreich will Musterschüler spielen und schon 2040 als erstes Land klimaneutral sein. Nur dem Klima bzw. Wetter hilft das nicht. Punkto CO2-Ausstoß und für bessere Luft kann etwas getan werden. Aber was nützt das alles, wenn im Rest der Welt Kriege geführt und Kohlekraftwerke errichtet werden?
Robert Lehmann
Teamchef Rangnick bei ORF-Zukunftsforum
Bei allem Respekt, Herr Teamchef, kümmern Sie sich weiter für um Ihren sportlichen Verantwortungsbereich. Schuster, bleib bei deinem Leisten. Als „beratender Kulturexperte“ ist Ihre Person, mit Verlaub gesprochen, im politischen ORF-Veranstaltungskreis deplatziert.
Alois Neudorfer

Tierecke
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Sophie lebt mit Diabetes seit sie 12 Jahre alt ist. Für die Insulinabgabe hat sie eine moderne ...
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Schock in der Kindheit
„Typ-1-Diabetes ist ein ständiger Balanceakt“
DDr. Franz Xaver Feichtinger (li) und Prim. Gerald Loho vom Herz-Jesu-Krankenhaus mit ihrer ...
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Komplexe Operation
Eine Transplantation des Meniskus rettete das Knie
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Das Rote Haus auf dem Dornbirner Marktplatz ist eines der markantesten Gebäude im Ländle.
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Ikonisches Bauwerk
Das Rote Haus und die Sache mit dem Ochsenblut
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