Wenn Menschlichkeit verstummt
Jetzt ist es amtlich: Wer heute noch glaubt, Russland führe in der Ukraine lediglich einen „Spezialeinsatz“, der hat den Bezug zur Realität verloren. Ein Krieg hinterlässt nicht nur zerstörte Städte – er hinterlässt zerstörte Menschlichkeit. Unzählige unschuldige Menschen verlieren ihr Leben, Familien werden auseinandergerissen, Frauen misshandelt, Kinder ihrer Zukunft beraubt. Dafür tragen diejenigen Verantwortung, die diese Verbrechen befehlen, ermöglichen oder bewusst unterstützen. Wir Österreicher wissen, wie lange die Schatten der Geschichte über Generationen reichen können. Deshalb sollte jeder Mensch erkennen, welche Last Kriege den kommenden Generationen aufbürden. Jeder General, der Angriffe auf die Zivilbevölkerung befiehlt, trägt Verantwortung für das vergossene Blut. Und jedes Land, das einen Angriffskrieg wissentlich unterstützt oder davon profitiert, muss sich fragen lassen, welche Mitverantwortung es trägt. Für mich ist es unvorstellbar, dass wir im 21. Jahrhundert noch immer mit der Sprache der Gewalt statt mit der Sprache der Vernunft sprechen. Als hätten manche die Keule der Steinzeit nie abgelegt. Solange Macht über Mitgefühl gestellt wird, bleibt Frieden ein ferner Traum. Mit den Milliarden, die in Waffen und Zerstörung fließen, könnten wir unseren Planeten heilen, Hunger lindern und gemeinsam eine lebenswerte Zukunft schaffen. Stattdessen investieren wir in Tod, Angst und Hass. Und wenn jemand an Gott, Allah oder einen anderen Namen für den Schöpfer glaubt, dann sollte er wissen: Das Leben zu achten, ist eines der höchsten Gebote. Wer bewusst Unschuldige tötet, verrät nicht nur die Menschlichkeit, sondern auch den Glauben, auf den er sich beruft. Mein Schöpfer lehrt mich einen einfachen Satz, der mehr wert ist als jede Ideologie: „Tu keinem Menschen an, was du selbst nicht erleiden möchtest.“ Wer nach diesem Grundsatz lebt, hat den Kern des Glaubens verstanden. Alles andere führt weg vom Licht und hin zur Dunkelheit. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.
account_circle Josef Lechner
Die FIFA muss unabhängig sein
Belgiens überzeugendes 4:1 gegen die USA war pure Genugtuung. Nicht, weil Amerika verlor, sondern weil am Ende wieder der Fußball gewann. Karma und europäischer Fußball haben das System der Korruption überlistet. Mehr Blamage geht nicht. Der eigentliche Skandal spielte sich nämlich schon vor dem Anpfiff ab. Ein Telefonat des US-Präsidenten mit FIFA-Präsident Infantino, die aufgehobene Sperre für Folarin Balogun und ein weltweiter Eindruck, der verheerender kaum sein könnte: Plötzlich stand nicht mehr das Spiel im Mittelpunkt, sondern die Frage, ob politische Macht bis in die Kabinen des Weltfußballs reicht. Selbst wenn jede Entscheidung formal korrekt gewesen sein sollte – Glaubwürdigkeit lebt nicht allein von Paragrafen, sondern vom Vertrauen in ihre Unabhängigkeit. Genau deshalb war dieser belgische Sieg so bedeutend. Er erinnerte daran, dass sich ein Fußballspiel immer noch mit Disziplin, Teamgeist und Qualität entscheiden sollte – nicht mit Telefonaten aus Präsidentenbüros. Der Fußballplatz darf keine Bühne für politische Eitelkeiten werden. Er ist einer der letzten Orte, an dem Rang, Reichtum und Macht im Idealfall mit dem Anpfiff ihre Bedeutung verlieren. Die FIFA trägt dabei eine enorme Verantwortung. Sie muss nicht nur unabhängig sein, sondern auch jeden Zweifel daran vermeiden. Denn Vertrauen ist im Sport genauso wichtig wie Regeln – und ungleich schwerer zurückzugewinnen, wenn es einmal verspielt wurde. Belgien hat an diesem Abend nicht nur ein Viertelfinalticket gelöst. Es hat daran erinnert, warum Milliarden Menschen diesen Sport lieben: weil dort nicht der politisch Mächtigste gewinnt, sondern der sportlich Bessere. Genau deshalb endet ein Fußballspiel nach 90 Minuten – und nicht nach einem Telefonat.
account_circle John Patrick Platzer
Wenn die WM politisch missbraucht wird
Es ist schon schlimm, wenn Trump beim höchsten Boss der FIFA interveniert, um eine Rote Karte zurückzunehmen. Sportlich ein No-Go. Aber wer weiß, vielleicht ist da auch wieder Geld im Spiel. Auf alle Fälle gibt’s da nur eines – Rücktritt. Diese tolle WM hat diesen Skandal nicht verdient.
account_circle Rudolf Kachina
Rücknahme der Roten Karte
Ich gratuliere Herrn Trump und Herrn Infantino, dass sie den Fußball umgebracht haben. Es gibt keine Scham mehr und keinerlei Tabus. Und niemand oder nur wenige stehen auf und erheben die Stimme. In der Geschichte hieß es einmal: Wehret den Anfängen. Die WM ist für mich und meinen Bekanntenkreis beendet. Ich war selbst Fußballer und Funktionär, aber der Fußball wurde von der FIFA zu einer Kommerzhure gemacht. Aber das hat ihr auch nicht gereicht, weil sie glaubt, sie habe Macht und Geld und könne alles machen, ohne Grenzen. Goodbye, Fußball.
account_circle Gerhard Birglechner
Zerstört den Sinn von Sportveranstaltungen
Es kann doch nicht sein, dass auch beim Fußball „America first“ zählt anstatt der beste Spieler. Egal, welches Land gewinnt, das soll und muss anerkannt werden. Stellt dem FIFA-Präsidenten samt dem US-Präsidenten die Rote Karte aus. Es zerstört den eigentlichen Sinn von Sportveranstaltungen. Schade, wenn auch dort politischer Einfluss zählt.
account_circle Franz Zeitlhofer
Betragensnote für die FPÖ im Hohen Haus
Was mich wundert: dass über 37% der Wähler so eine Partei haben wollen, die uns dann regiert. Das Einzige, was sie können, ist vom Pult flegelhaft und beleidigend herunterschreien und keifen. Und ein Tiroler verwechselt das Parlament mit einer Comedy-Show und meint, er ist besonders lustig. Der Verdacht, dass Ewiggestrige und Identitären-Freunde auch noch mitmischen, muss eigentlich nachdenklich machen. Dazu eine große Portion von Ideenlosigkeit, außer gegen Migranten zu schimpfen und dazu noch immer Nein sagen, auch bei vernünftigen Ideen.
account_circle Georg Culetto
Wertung der Parteien
Es fällt auf, dass vorwiegend die FPÖ ins Kreuzfeuer der Berichterstattung kommt. Keine andere Partei wird vorwiegend negativ bewertet. Wenn etwas passiert, auch vorwiegend negativ, ist die Partei vorne. Denn man hat den Eindruck, dass die anderen Parteien nur positive Sachen machen, was aber keineswegs der Fall ist!
account_circle Gert Beinhauer
Öffi-Preise
Die alten „Gstopften“ sollen zahlen, und zwar kräftig. Schon gehört? In Ungarn zahlen Menschen (Einheimische und EU-Bürger) über 65 nichts für Bahn, Bus, U-Bahn. In Tschechien bekommen Menschen über 65 (egal, welcher Nationalität) einen Fahrscheinrabatt von 50%. Und in Österreich? Die ÖBB erhöhen ständig die Preise. Die befahrbaren Strecken werden eher weniger, weil ja immer was repariert, saniert, umgebaut oder sonst was werden muss. Die Schlimmsten sind die Wiener Linien, hier konnten bisher von älteren Menschen die Pensionistenfahrscheine genutzt werden – für 3 Euro je zwei Fahrten. Doch da die Alten den Jungen eh das Geld wegnehmen, gilt dieser Preis jetzt schon für eine Fahrt, zusätzlich wurden noch 20 Cent draufgeschlagen. Und das betrifft nur die Älteren. Bravo, Herr Bürgermeister Ludwig, bravo, Herr Bahnchef Matthä – das nenne ich Sparmaßnahmen!
account_circle Wolfgang Wanderer
Papst Leo XIV.
Papst Leo XIV. meinte, man solle Einwanderer aufnehmen, schützen und ihnen beistehen. Aber da sollte er den lieben Einwanderern auch sagen, dass sie sich dankbar erweisen sollten und nicht ihre Kulturen mit einschleppen sollen. Nur die Hand aufhalten geht einfach nicht. Und man muss sich auch einfügen in die Kultur jenes Landes, in das man einwandert. Wenn man die Bevölkerung vor den Eingewanderten schützen muss, ist dies nicht im Sinne des Papstes, also schon die Kirche oder Moschee im Dorf lassen.
account_circle Friedrich Travnicek
ORF-Sparprogramm
Der ORF spart, nicht beim Aufsichtsrat, nicht bei den Angestellten, sondern beim Programm. Nur mehr Wiederholungen bei Krimis, „Tatort“ & Co., bei Dokus, nur mehr Wiederholungen. Gott sei’s gedankt, die Drehbücher sind so einfach, nichtssagend, dass man erst beim Abspann merkt, dass es eine Produktion von früher war. Kein Wunder, dass keine jungen Leute ORF schauen, sondern hauptsächlich Pensionisten. Für so einen Verein Zwangsgebühren zu verlangen, da stellt sich die Frage: Wo bleibt die Leistung?
account_circle Othmar Pehböck
Statt 9000 Euro sind es jetzt 8200 Euro
Die SPÖ-Neos-Koalition in Wien feiert sich jetzt ab, weil für Familien mit vielen Kindern jetzt die Mindestsicherung um lächerliche 800 Euro gekürzt wurde. Für alle Großfamilien, die in Wien wohnen bzw. leben, sprudelt weiter das viele Geld – dank der „tollen“ Politik von Herrn Ludwig von der SPÖ und Frau Emmerling von den Neos.
account_circle Robert Kindl
Vorverlegung der Ferien
Denken Minister nach, bevor sie was sagen? Zur Diskussion um eine Vorverlegung der Sommerferien möchte ich Folgendes zu denken geben: Welchen echten Vorteil erwartet man sich, wenn man die Hitze Ende Juni mit jener Mitte August austauscht? Der größte Unterschied liegt jedoch darin, dass Ende Juni das Schuljahr ausläuft, Ausflüge und anderer Projektunterricht an der Tagesordnung stehen. Viele Schulen weichen österreichweit in die schattige Natur aus. Würde man Mitte August starten, steht das neue Schuljahr am Beginn, und es soll in womöglich großer Hitze auf Touren kommen. Fällt Ostern auf einen späten Termin, ist das Schuljahr quasi mit Pfingsten beendet. Nur weil es in Städten wie Wien unerträglich heiß ist, gilt das nicht für ganz Österreich. Es wäre schön, wenn der Wiener Unterrichtsminister einmal über den Stadtrand hinausblickt und zur Kenntnis nimmt, dass in Österreich Schulen auch außerhalb Wiens existieren.
account_circle Harald Winkler, Mittelschullehrer
Klimawandel, EU und die Wirtschaft
Es ist nun einmal eine Tatsache: Europa allein kann den unleugbaren Klimawandel nicht stoppen (und Österreich allein schon überhaupt nicht, „liebe“ Grüne!). Aber die heroischen, einsamen Bemühungen der EU werden Europas Wettbewerbsfähigkeit reduzieren und über kurz oder lang seine, und somit unsere, Wirtschaft ruinieren. Dann werden wir zwar noch weniger CO2 produzieren, was aber wegen der durch Trump forcierten Renaissance fossiler Brennstoffe weltweit überhaupt nicht mehr ins Gewicht fallen wird. Der Schluss ist nicht schön, aber leider wahr: Wir sind die Dummen! Aber das hat sich bekanntlich ja zuletzt schon 2015 auf erschütternde Weise gezeigt, als Merkel & Co. Horden kulturfremder, oft krimineller Migranten auf unseren einst so schönen und friedlichen Kontinent gelassen haben.
account_circle Mag. Günther Schreiber