Ernährungshysterie
Ein Danke an Frau Prof. Gerti Senger bzgl. ihres Artikels! Besser kann man die derzeitige Ernährungshysterie in der Gesellschaft nicht beschreiben. Jede(r) glaubt alles und jedem, sobald ein Gesundheitsthema auftaucht. Unzensuriert wird ängstlich nach Inhaltsstoffen gesucht, werden Ratschläge gegeben, werden Nahrungsergänzungsmittel genommen, wird die Pharmaindustrie samt Apotheken mit Geld überschüttet, weil man sein eigener Arzt geworden ist. Eine Annahme, endlich alles zu wissen, kann der Gesundheit mehr schaden, als zu essen, worauf man Gusto hat, was einem schmeckt, was dem Magen bekommt. Herdentiere glauben alles und übersehen, wie sehr sie sich mit solchen Einstellungen schaden und dabei auf die Freuden einer guten Mahlzeit gänzlich vergessen. Ich mache da nicht mit und halte mich an Großmutters Zeiten. 1x die Woche Knödel, 1x Mehlspeise, 1x Gemüse, 1x Fisch, 1x Fleisch, 1x einen köstlichen Eintopf. Sie lebten auf diese Weise gesünder als unsere selbst ernannten Ernährungswissenschafter, die nebenbei bemerkt viele Nebenwirkungen der Nahrungsergänzungsmittel unter den Tisch fallen lassen. Auch beim Essen hilft ein gesunder Menschenverstand. Mahlzeit – genießen Sie die Vielfalt und haben Sie kein schlechtes Gewissen – denn dieses schadet genauso wie zu wenig oder zu viele Kalorien.
account_circle Ulrike Hirschbrich
Wann geht ihnen ein Licht auf?
In den internationalen Rankings verliert Österreich Platz für Platz, dafür steigen wir in der Nettozahler- und Schuldenstatistik. Die gesetzten Maßnahmen der politisch Verantwortlichen befeuern diese negative Entwicklung auch noch. Anstatt Reformen anzugehen und zukunftsreiche Maßnahmen für Österreich einzuleiten, dreht man da ein Schräubchen, verharrt dort im Stillstand und gleicht einem „Hanns Guck-in-die-Luft“. Wann geht denen endlich ein Licht auf?
account_circle Gottfried Leeb
Öltanker und Spiel gegen Argentinien
Langsam verlassen die Öltanker die Straße von Hormuz und die Industriestaaten sowie die Bevölkerung können erleichtert sein, der Ölpreis sinkt. Es hat lange gedauert, bis die Verhandlungsländer einen Kompromiss gefunden haben. Hoffentlich gibt es bald Frieden, aber auch der Krieg in der Ukraine gegen Russland soll schnell beendet werden. Heute spielt Österreich gegen Argentinien. Dieses Match wird schwer zu gewinnen sein, aber mit etwas Glück könnten wir die nächste Runde erreichen, es haben schon stärkere Länder Spiele verloren. Österreich hat eine sehr gute Fußballmannschaft und einen Spitzentrainer. Ganz Österreich drückt unserer Mannschaft die Daumen.
account_circle Gerhard Jager
„Die Nettozahler sind nicht der Bankomat der EU“
Kanzler Stocker lässt aufhorchen. Er wagt es, gegen Brüssel aufzubegehren und sagt: „Die Nettozahler sind nicht die Bankomaten der EU. Das ist die klare österreichische Position in den Verhandlungen um den mehrjährigen Finanzrahmen. Derzeit liegt ein Vorschlag in der Höhe von rund 2 Billionen Euro vor – das ist viel zu viel.“ Das stimmt. Ein von der EU-Kommission, also von von der Leyen gefordertes Budget für 2028 bis 2034 von etwa 2 Billionen Euro, also etwa 2000 Milliarden – das ist beinahe eine Verdoppelung des jetzigen Budgets –, kann man nur als größenwahnsinnig bezeichnen. Dagegen begehrt der Kanzler auf, natürlich nur mit anderen Gleichgesinnten. Aber: Er hätte sich längst auch dagegen verwehren müssen, dass Österreich trotz Schuldenkrise und EU-Defizitverfahren immer noch einer von nur neun Nettozahlern in der EU ist. Er hätte auch nicht für den jetzigen Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine stimmen dürfen, denn beim angestrebten vorzeitigen Beitritt der Ukraine wird Österreichs EU-Beitrag explodieren und Österreich wird noch weniger von Brüssel zurückbekommen. Und er hätte auch längst den Österreich-Rabatt beim EU-Beitrag nachverhandeln müssen. Der läuft nämlich Ende 2027 aus. Das ist eine Brutto-Ermäßigung unseres EU-Beitrages um jährlich 565 Millionen Euro. Und diesen Rabatt kann und darf der Kanzler doch nicht einfach so sausen lassen.
account_circle Josef Höller
Seit Generationen am Frühstückstisch
Meine Großmutter hat ihre „Krone“ gelesen. Später meine Mutter. Und seit vielen Jahren beginne auch ich meinen Tag mit ihr. Nicht, weil ich immer mit allem einverstanden bin. Nicht, weil die „Krone“ unfehlbar wäre. Sondern weil sie etwas bewahrt hat, das heute selten geworden ist: die Nähe zu den Menschen. Viele Medien berichten über Ereignisse. Die „Krone“ interessiert sich für die Menschen dahinter. Das zeigt sich dort, wo es wirklich zählt: in der Tierecke, wenn geholfen wird, bevor aus einer Notlage ein Schicksalsschlag wird. Bei der Ombudsfrau, wenn Menschen gegen Bürokratie, Behörden oder große Unternehmen alleine nicht mehr weiterkommen. Bei Spendenaktionen, wenn Leser Familien in schweren Stunden unterstützen und Hilfe nicht nur versprochen, sondern geleistet wird. Die „Krone“ berichtet nicht nur über Politik und Weltgeschehen. Sie verliert auch jene Menschen nicht aus dem Blick, die oft keine starke Lobby haben: Pensionisten, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung, Familien oder Tierhalter. Und sie berichtet nicht nur darüber, was irgendwo auf der Welt geschieht, sondern auch über das, was die Menschen vor ihrer eigenen Haustür bewegt. Dabei hat sie sich jene Bodenständigkeit bewahrt, in der sich viele Österreicher bis heute wiederfinden. Wer Missstände aufzeigt und unbequeme Fragen stellt, eckt zwangsläufig an. Vielleicht ist genau deshalb das „Freie Wort“ seit Jahrzehnten eine der meistgelesenen Seiten der Zeitung. Dort kommen nicht Pressesprecher, Experten oder Politiker zuerst zu Wort, sondern die Menschen selbst – mit ihren Sorgen, Erfahrungen, ihrem Lob und ihrer Kritik. Ihre größte Stärke ist für mich nicht die Nähe zur Macht, sondern die Nähe zu den Menschen. Nicht, weil sie immer allen gefällt. Nicht, weil sie immer recht hat. Sondern weil Generationen von Österreichern das Gefühl hatten und haben, dass hier jemand hinschaut, wenn andere wegsehen, nachfragt, wenn andere schweigen, und hilft, wenn Hilfe gebraucht wird. Vieles hat sich in den Jahren verändert. Regierungen kamen und gingen. Schlagzeilen bewegten das Land und verschwanden wieder. Geblieben ist etwas anderes: das Vertrauen der Menschen. Und vielleicht ist das wertvoller als jede Auflagenzahl und jede Auszeichnung: die Treue von Menschen, die ihr ein Leben lang verbunden bleiben.
account_circle Alessandro Ferrari
Bruno illustriert Trump
Bruno hat am Sonntag mit seiner Illustration von Donald Trump in der „Krone bunt“ den Nagel auf den Kopf getroffen und die Frage gestellt: Ist er der größte Weltenlenker aller Zeiten oder doch nur eine lahme Ente? Donald Trump ist Oberbefehlshaber der stärksten Armee der Welt und Präsident eines Landes mit der höchsten Staatsverschuldung. Offensichtlich will er die Welt beherrschen. Bei jeder Gelegenheit erklärt er, dass er der Größte sei. Viele Experten sind jedoch anderer Meinung. Die Staatsverschuldung der USA beträgt 38,9 Billionen (38.900 Milliarden) Dollar. Für das Militär werden jährlich 960 Milliarden Dollar aufgewendet. Der Konflikt im Nahen Osten bereitet Trump Kopfzerbrechen. Hier besonders der Iran-Krieg, in den der US-Präsident durch den israelischen Präsidenten Netanyahu regelrecht hineingezogen wurde und aus dem er einen Ausweg sucht. Schließlich musste er lernen, dass ein Friedensvertrag mehr ist als ein oberflächlicher Deal und es um mehr geht als Geld und Geschäfte. Ein Friedensvertrag braucht verlässliche Partner und das Vertrauen der Konfliktparteien – beides fehlt im Nahen Osten. Ob Trump der größte Weltenlenker aller Zeiten ist oder eine „lahme Ente“, wird erst die Zukunft beweisen. Geht es nach Bruno, dann hat Trump noch viel Luft nach oben.
account_circle Kurt Gärtner
Trumps neues Lieblingsspielzeug
Er strahlt wie ein kleiner Bub, der ein Spielzeug geschenkt bekommt. Die Rede ist von Donald Trump, der sich unheimlich freut über das Geschenk von Katar, eine 400 Millionen teure Boeing 747. Diese neue Air Force One ist praktisch doppelt so groß wie das Vorgängermodell, sagt strahlend der „große Bub“. Protz, Gold, teure Immobilien, schöne Frauen und von allen geliebt zu werden – das ist dem Donald das Wichtigste. Dass ihm politisch rein gar nichts gelingt, rührt ihn wenig – er setzt seine Unterschriften, eine nach der anderen, auf völlig wertlose Verträge. Egal – Hauptsache, Donald Trump steht drauf!
account_circle Heinz Vielgrader
Faule Kompromisse statt Reformen
Das Gespräch zwischen Landeshauptfrau Edtstadler und „Krone“-Redakteur Frings öffnet uns die Augen. Mit dem Wort „Reformpartnerschaft“ wird Kompetenzverschiebung in harmonischer Atmosphäre vorgegaukelt. In Wirklichkeit herrschen diesbezüglich sowohl zwischen den Regierungsparteien als auch den Landeschefs unüberwindbare Differenzen. Wortreich verteidigt jeder seine derzeit gültigen Zuständigkeiten. Kein Wunder! Diese Machtansprüche sind ja nicht vom Himmel gefallen, sondern über Jahrzehnte hinweg im „Kleinkrieg“ erstritten worden. Bis jetzt konnten die Mehrkosten dieses Bundesländer-Fleckerlteppichs gut versteckt werden. Infolge des explodierenden Budgetdefizits aber geraten immer mehr Stellen der Geldvernichtung ans Tageslicht. Ein Beispiel: Die aufgeblähte Spitalswelt reißt tiefe Löcher in die Budgets der neun zuständigen Bundesländer. Daher will die interviewte Landeshauptfrau „ihre“ öffentlichen Spitäler loswerden, zumindest was das Finanzielle betrifft. Zwischen den Zeilen: Der Bund möge die Kosten übernehmen, auf die Personalbesetzungen hingegen soll er auch zukünftig keinen Einfluss haben. Zieht Herr Frings zu ergänzenden Interviews in Richtung Osten weiter, werden ihm die Landeschefs von Wien und Burgenland ganz andere KH-Finanzierungsmodelle vorschlagen. Um beim Thema „Reformpartnerschaft“ nicht ganz untätig dazustehen, spielt die Regierung früher oder später Teilergebnisse an die Medien raus. Meine Befürchtung in Sachen Gesundheit: Statt der Finanzierung aller Leistungen aus einer Hand kommt ein Bündel an faulen Kompromissen mit hochkomplexer Zusatzbürokratie.
account_circle Dr. Wolfgang Geppert
Zornesröte!
Jedem österreichischen Politiker, der sein Land liebt, müsste es die Zornesröte ins Gesicht treiben, wenn er die markanten Preisunterschiede im Land gegenüber den in den deutschen Supermärkten und auch sonstigen Bereichen vergleicht. (Österreich-Aufschlag, Frechheit!) Es müsste ein empörter Aufschrei unserer Politiker (Volksvertreter?) durch unser Parlament erschallen! Weit gefehlt. In Wahrheit ist man überfordert, zu feige, hilflos und zu bequem, um sich mit etwaigen Organisationen und Verursachern ernsthaft und selbstbewusst anzulegen. Vom sonst große Töne spuckenden Konsumentenschutz, der Arbeiterkammer und Gewerkschaft hört man rein gar nichts. Sind nicht vorhanden und natürlich doch nicht zuständig. Wieso auch.
account_circle Heinz Zander
Schwarzenegger
Liebe „Krone“, ich bitte um kritischere Berichterstattung zu ihm. Wer mehrmals im Jahr nur für eine Party mit dem Jet aus den USA kommt, mehrere Wohnsitze und mehrere Protzautos hat, ist für mich als Umweltschützer schlicht unglaubwürdig. Und von Videokonferenzen hat er wohl auch noch nie gehört. Ebenso brauche ich keine Personen wie Harris oder Gere, die hier regelrecht predigen.
account_circle Erich Brcic
Ralf Möller und Arnie
Arnold Schwarzenegger auf Klimamission in Wien beim Austrian World Summit. Wer ebenfalls mit dabei ist: Ralf Möller, Actionstar und Arnie-Freund. Man fliegt „klimaschonend“ im Privatjet um die ganze Welt und gibt „gute Ratschläge“, wie wir „klimaschonend“ mit unseren Ressourcen umgehen sollen. Die Frage einer Reporterin traf Ralf Möller anscheinend vollkommen unerwartet. Die Reporterin fragte: „Was machst du persönlich für den Umweltschutz im Privatleben?“ Ich hätte erwartet, Möller referiert und zählt all seine „guten klimaschonenden Maßnahmen“ minutenlang auf. Doch seine Antwort ist kurz und extrem hilfreich, sie lautete, ich zitiere wörtlich: „Ich lasse zum Beispiel beim Zähneputzen nicht mehr das Wasser laufen, da fängt es schon mal an. Und natürlich Müll auch – separat.“ Ich finde, dem ist nichts hinzuzufügen!
account_circle Gerhard Forgatsch
Pickerl-Reform
Die geplante Pickerl-Reform, bei der die Fahrzeuge nach 4 Jahren zur ersten Begutachtung kommen müssen, ist schlichtweg ein Zeichen von totalem Versagen in der Kommunikation zwischen Technikern und Politik. Ich möchte gerne wissen, wer die Verantwortung dafür übernimmt, dass in Zukunft Fahrzeuge vermehrt mit defekten Bremsen im Straßenverkehr unterwegs sind. Jeder Mechaniker weiß, dass durch den ständigen Salzeinsatz im Winter die meisten Bremsen bereits nach 2 Jahren eine erhebliche Einschränkung der Bremskraft aufweisen. Denken wir dann noch an Elektrofahrzeuge, wo die Bremse an den Rädern erst bei starkem Abbremsen aktiviert wird und der Fahrzeuglenker bzw. das Fahrzeug vor möglichen Hindernissen oder Personen nicht mehr rechtzeitig anhalten kann. Ich denke, Österreich sollte sich bei den Begutachtungsintervallen an unseren europäischen Nachbarn orientieren und nicht wieder eine eigene Suppe brauen.
account_circle Heinz Schwaiger
Selbstüberschätzung statt Verantwortung
Mit wachsendem Unverständnis verfolge ich das öffentliche Auftreten von Sepp Schellhorn in seiner Funktion als Staatssekretär. Was als engagierte Reformpolitik verkauft wird, wirkt bei näherer Betrachtung oft wie ein Musterbeispiel für Selbstüberschätzung. Während viele Menschen mit realen Problemen kämpfen, präsentiert sich der vor allem von seiner eigenen Bedeutung überzeugte Staatssekretär. Anstatt durch konkrete Ergebnisse zu punkten, dominieren medienwirksame Aussagen und ein Hang zur Selbstdarstellung. Gerade in einer Zeit, in der politische Verantwortung und glaubwürdige Lösungen dringend gefragt sind, erscheint diese Diskrepanz besonders problematisch. Es ist legitim zu fragen, warum jemand, dessen politische Bilanz so wenig Substanz erkennen lässt und der monatlich brutto 17.000 € 14-mal im Jahr verdient, weiterhin eine Regierungsfunktion bekleidet. Wie lange kann sich jemand mit so wenig greifbarer Bilanz noch in einer Regierungsfunktion halten? Wie er jetzt der „Kronen Zeitung“ in einem Brief mitteilte, ist er stolz auf seine Leistung, und er will weitermachen wie bisher. Das klingt für mich wie eine gefährliche Drohung.
account_circle Wolfgang Toifl
Altersgerechte Arbeitsbedingungen statt Erhöhung des Pensionsalters
Wir brauchen keine weitere Erhöhung des Pensionsalters, sondern altersgerechte Arbeitsbedingungen, welche dazu führen, dass Menschen bis zum gesetzlich vorgesehenen Alter arbeiten. Oft werden ältere Mitarbeiter von Firmenchefs aufs Abstellgleis geschoben, weil sie „zu teuer“ sind. In der Realität wird von Arbeitgebern nach Möglichkeiten gesucht, Ältere in die Frühpensionen zu drängen, statt die Erfahrung zu nutzen und Mitarbeiter bis zum gesetzlichen Pensionsantritt zu beschäftigen. Bei einem derartigen Umgang mit Beschäftigten ist es nicht verwunderlich, wenn viele Menschen vorrangig daran denken, bei der ersten Möglichkeit in die Pension zu flüchten. Warum beschäftigen sich Experten, Arbeitgeber und Regierung nicht seriös damit, wieso viele Arbeitnehmer nicht einmal die gesetzliche Pension mit 65 Jahren schaffen? Schon jetzt gibt es viele Arbeitnehmer in schweren Berufen, welche aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zum gesetzlichen Pensionstermin durcharbeiten können. Es fehlen oft entsprechende Rahmenbedingungen für Mitarbeiter mit Problemen, um wenigstens das gesetzliche Pensionsalter zu schaffen.
account_circle Mag. Hans Rankl
Untragbar
Die Frage des Tages in der „Krone“: „Kampf gegen Bürokratie: Macht Schellhorn einen guten Job?“ wurde mit vernichtenden 93 Prozent mit Nein beantwortet. Ich glaube, es hat noch keinen Politiker gegeben, der derartig schlechte Werte erzielte. Die Überschrift „Warum ist er noch Staatssekretär?“ bei so einer Leistungsbilanz kann nicht einmal von den Neos beantwortet werden. Wenn man 17.165 Euro pro Monat, 14-mal im Jahr, „verdient“, kann die Frage nach der Leistung schon erlaubt sein. Der Name seines YouTube-Kanals „Sepp, was macht du?“ wird mit seinen Worten klar beantwortet. Schellhorn: „Ich bin jener, der keine Entscheidungen treffen kann.“ Ja, verdammt noch einmal, wozu brauchen wir einen Deregulierungs-Politiker um so viel Geld, der keine Entscheidungen treffen kann? Wie man es auch dreht und wendet, Schellhorn ist.untragbar!
account_circle Gerhard Forgatsch
Sepp, was machst du?
Ergänzend zu dem sehr aufschlussreichen Artikel vom 20. 6. mit dem Titel „Warum ist er noch Staatssekretär?“ ist zu erwähnen, dass nicht nur die Stelle mit dem gelernten Koch Sepp Schellhorn aufgrund mangelnder wirtschaftspolitischer Kompetenz eine absolute Fehlbesetzung ist, sondern der Fehler bereits bei der Regierungsbildung entstanden ist, wo künstlich die neue Stelle „Staatssekretariat für Deregulierung“ installiert wurde, womit die paritätische Besetzung von Stellen auf alle drei Regierungsparteien ausgeglichen wurde, insbesondere die Fehlentscheidung, dieses neue Sekretariat beim Außenministerium anzusiedeln. Herr Staatssekretär Sepp Schellhorn beklagt sich, dass er von 113 Vorschlägen erst 19 umsetzen konnte. Das ist ganz klar, da er ja keine Weisungskompetenz für die Umsetzung hat, weil seine Vorschläge in anderen Ministerien, wie z. B. Finanzen, Soziales, Bildung, Wirtschaft oder Digitalisierung, bzw. von den Bundesländern umgesetzt werden müssten. In diesen Ministerien sitzen die Fachleute und auch die Entscheidungsträger. Nicht verwunderlich, dass 93% bei der „Frage des Tages“ gewählt haben, dass er keinen guten Job macht. Dieses unnötige Staatssekretariat müsste im Sinne von Sparmaßnahmen mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden. Ich kann der Aussage in dem Artikel „es wird Zeit, das Neos-Experiment zu beenden“ nur zustimmen. Außerdem wäre das für die Glaubwürdigkeit der Regierung wichtig, dass sie auch bei sich selbst den Sparstift ansetzt und nicht nur bei der breiten Bevölkerung.
account_circle Dr. Christine Maisel
Brief an die „Krone“
Staatssekretär Sepp Schellhorn rechnet uns Lesern via „Krone“ vor, dass von 113 vorgegebenen Maßnahmen bereits 19 umgesetzt sind. Ein kurzer Blick auf die Mathematik zeigt: Bleibt er die vollen 5 Jahre im Amt, wird am Ende der Legislaturperiode gerade mal die Hälfte der Arbeit erledigt sein. Von „zügig“ kann man zwar nicht sprechen, doch sollte man Realist bleiben. Obwohl ich wahrlich kein Fan der Neos bin, muss ich Schellhorn fast in Schutz nehmen. Denn sollte er diese Hälfte seiner Arbeit doch schaffen, ist das immer noch ein Pensum, von dem der Rest unserer ,,Austria 3“-Regierungsmannschaft meilenweit entfernt ist. Davon können die anderen Ministersessel-Kleber vermutlich nur träumen!
account_circle Josef Pratsch
Der Vater ist unersetzlich
Wer behauptet, ein Vater sei bei der Geburt seines Kindes „nutzlos“, hat nicht nur einen Menschen beleidigt, sondern ein Familienbild aus der Vergangenheit wiederbelebt. Ausgerechnet in einer Zeit, in der wir mehr Verantwortung, mehr Bindung und mehr gelebte Vaterschaft fordern. Ein Vater ist kein Statist im Kreißsaal. Er ist Halt für die Mutter, der erste Beschützer seines Kindes und von der ersten Sekunde an Teil einer Familie. Studien zeigen seit Jahren, dass eine frühe Bindung zwischen Vater und Kind die emotionale Entwicklung nachhaltig stärkt. Dennoch wird Vätern oft signalisiert, sie seien austauschbar – solange sie Geld verdienen oder Pokale holen. Dass Fußballprofi Jérémy Doku eine Weltmeisterschaft verlassen würde, um bei der Geburt seines ersten Kindes zu sein, verdient deshalb keinen Spott, sondern Respekt. Titel kann man später gewinnen, den ersten Blick auf das eigene Kind nie nachholen. Vatersein beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Präsenz. Wer seinem Kind den ersten gemeinsamen Augenblick schenkt, entscheidet sich für etwas, das größer ist als jeder sportliche Erfolg. Wenn wir engagierte Väter wollen, dann dürfen wir sie nicht feiern, solange sie funktionieren – und belächeln, sobald sie ihre Familie an erste Stelle setzen. Eine Gesellschaft, die Vaterschaft kleinredet, darf sich nicht wundern, wenn sie eines Tages ihren Wert verloren hat.
account_circle John Patrick Platzer
Mehr Wertschätzung für unsere Bergbauern
Was Bergbauern und andere Bauern leisten, muss viel mehr geschätzt und natürlich auch honoriert werden. Daher ist überhaupt nicht nachvollziehbar, dass die Bauern 10 Cent weniger für den Liter Milch bekommen. Warum lässt man das zu, wenn alles andere, vom Treibstoff angefangen, teurer wird? Warum will man die kriegführende und ständig Geld fordernde Ukraine in die EU aufnehmen? Das ist nicht finanzierbar! Das wäre der Untergang für die heimischen Bauern, da noch mehr Geld in die Ukraine fließen würde. Wenn es kaum mehr Bauern gibt, würden viele Landstriche veröden bzw. verwildern. Das kann doch niemand wollen! Liebe Spitzenpolitiker, unterstützt unsere Bauern und unterbindet Geldgeschenke ans Ausland!
account_circle Dr. Christine Sperl
Deregulierung?
Die Werkstätten und Prüfstellen empfehlen bekanntlich selbst, Termine nach Möglichkeit tunlichst zusammenzulegen. Wenn ich weiß, dass bei meinem Auto demnächst ein Servicetermin oder auch eine andere Reparatur fällig wird, dann warte ich mit der Pickerlüberprüfung eben noch so lange zu, bis ich sinnvollerweise beides in einem erledigen lassen kann. Davon profitiere ich auch finanziell, da viele Betriebe für die Pickerlüberprüfung im Rahmen einer Serviceinspektion zumindest nicht den vollen Preis verrechnen. Jetzt kommen aber plötzlich der Verkehrsminister und der Staatssekretär für „Deregulierung“ daher und streichen uns möglicherweise den bisher bewährten Vier-Monate-Überzug, was somit zur Folge hat, ... dass man, auf Politgeheiß euphorisch „dereguliert“, öfter (zum Handkuss) kommt und noch mehr kassiert.
account_circle Florian Stadler
Appell vom Rechnungshof
Es war mal wieder so weit. Zum x-ten Mal. Weil sich niemand mehr erinnern kann, wie oft der Rechnungshof in den letzten Jahrzehnten Bund, Länder und Gemeinden alarmierend aufforderte, endlich den Pfad zu nennenswerten Strukturreformen einzuschlagen, und massivst vor der Fortsetzung des „ewigen Fortschreibens“ bisheriger Ausgaben warnte. Ob Bund, Länder und Gemeinden diesmal den Warnschuss aus dem Rechnungshof wieder mit Mini-Reformschrittchen ignorieren? Es ist leider zu befürchten. Obwohl es wirklich nicht an überfälligen und konkreten Reformvorschlägen aus dem Rechnungshof mangelt. Die verharren in politisch grob fahrlässiger Weise seit rund zwei Jahrzehnten auf der langen Bank und warten nur auf ihre Umsetzung. Sämtliche Regierungen dieses Zeitraums scheuten sich davor, endlich umzudenken. Länder und Gemeinden selbstverständlich auch. Und geheuchelte einfache Antworten auf komplexe Probleme aus der FPÖ sind natürlich haltlos. Spätestens auf Nachfrage nach Realisierung und Finanzierung ihrer Vorschläge werden die blauen Antworten erwartungsgemäß ohnehin ziemlich dünn.
account_circle Christian Stafflinger
Einsparungen im Wirtschaftsministerium
Es geht ja endlich doch! Am 21. Juni stand in der „Kronen Zeitung“ zu lesen, dass der Wirtschaftsminister Wolfgang Harttmannsdorfer (ÖVP) in seinem Ministerium 120 Posten durch Zusammenlegung von zwei Sektionen einsparen möchte. Damit würde nicht nur das Gehalt des Sektionschefs in Höfe von € 14.000,- pro Monat (14 x plus sonstige Sonderzahlungen) eingespart werden, sondern auch geschätzte 7,5 bis 7,8 Millionen € (je nach Verwendungsgruppe und Alter) für die 120 Mitarbeiter, natürlich die Kosten für die Arbeitsplätze noch nicht eingerechnet. Klarerweise kann dies nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Vielleicht könnten andere Ministerien sich dies als Vorbild nehmen, z. B. für Einsparungen bei den jeweiligen Staatssekretären in allen Ministerien; es gibt ja genug Fachpersonal in jedem Ressort. Auch könnten die enormen Beraterkosten gespart werden. Damit würde die Regierung beweisen, dass nicht nur bei der breiten Bevölkerung gespart wird, sondern auch bei sich selbst.
account_circle Dr. Christine Maisel per E-Mail
Der große Wurf
Die Mehrwertsteuersenkung, welche sich im Cent-Breich bewegt, wurde sicher von einer Expertenkommission erstellt, denn so ein Blödsinn fällt selbst im Finanzministerium niemandem ein. Da wird der Bürokratieschimmel neu erfunden und galoppiert rasant am Herrn Schellhorn ohne Bremse vorbei. Die Bevölkerung soll sich da etwas ersparen, was die Regierung aber flugs wieder vielfach aus den Geldbörseln nimmt. Diese Regierung ist kabarettreif, denn man kann nur mehr lachen, sonst müsste man darüber weinen, wer uns da ungebremst an die Wand regiert. Arm daran ist nur der Handel, welcher diesen Unsinn mitmachen muss.
account_circle Friedrich Travnicek
Lebensmittelpreise
Die durch unseren Rechenkünstler Babler „verbilligten“ Lebensmittel haben eine Kostenverursachung hervorgerufen, die alles Bisherige übertrifft. Neue Registrierkassensysteme, Neudruck der Verordnungen zum Steuersatz usw. Die Conclusio der Wirtschaft daraus: Der Aufwand kostet mehr, als die „Verbilligung“ der Lebensmittel für den Bürger bringt, und der Handel wird „verar. . .“ und zu unnötiger Mehrarbeit gezwungen. Danke, Herr Babler, die Sinnhaftigkeit Ihrer Entscheidungen ist voll sichtbar – viel Glück zu nächsten Wahl – in diesem Sinne: „Freundschaft“!
account_circle Dieter Raidl