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Leserbriefe vom
29.9.2026Datum auswählen
Die SPÖ und ihre Zukunft
Wenn Andreas Babler sich zurückbesinnt, müsste er erkennen, dass er mit seinem Ziel, Stimmen dazuzugewinnen, gescheitert ist. Hauptursachen dafür waren bestimmt die überbordende Migration und der Umgang mit Kritikern, die als rechtslastig abqualifiziert worden sind. Als die Auswirkungen in sämtlichen Bereichen wie Schulen, Polizei, Justiz und Spitälern nicht mehr zu leugnen waren und der Regierungskurs mitgetragen werden musste, war die Glaubwürdigkeit schon verspielt und viele Wähler verloren, die zur FPÖ abgewandert sind. Wenn Babler den Weg freigibt, ohne für innerparteiliche Dolchstoßlegenden zu sorgen, könnte es für die SPÖ wirklich klappen, denn Gerhard Zeiler hat die Herausforderungen der Zeit richtig erkannt und glaubwürdig Klartext geredet. Und die Wirtschaft ist nun einmal ein wichtiger Faktor, um unseren Sozialstaat zu finanzieren. Wenn Gerhard Zeiler es schafft, dass er Rückhalt und freie Hand in der SPÖ bekommt und der Spagat zwischen den Lagern sein Konzept nicht wieder verwässert, dann könnte es für die SPÖ wirklich funktionieren und aufwärtsgehen.
Renate Lehner
Die „Babler-Blase“
Wenn man sich die Ausführungen von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Seltenheim im ORF am Sonntagabend angesehen hat, dann kommt man zu dem Schluss: „Dieser Partei ist nicht mehr zu helfen!“ Da wird irgendetwas dahergeredet von super Regierungsarbeit, Aktionen gegen die Teuerung, die greifen, vom Drücken der Inflation und der Arbeitslosigkeit: alles dummes Geschwätz! Das Einzige, was interessiert, ist, dass die Bevölkerung, im Speziellen die SPÖ-Wähler, Herrn Babler nicht mehr auf den Leim geht und ihn keiner mehr will. Das zeigen auch die Umfragen eindeutig, man ist bei 15% angelangt. Das ist doch der absolute „Wahnsinn“! 15% Zustimmung für eine einst staatstragende Partei – und jetzt meldet sich jemand, dem der „Untergang“ seiner Partei wehtut, und das wird von den Sesselklebern in der SPÖ weggewischt. Die „Babler-Blase“ redet sich ein: „Andi Babler ist der gewählte Parteichef, und das soll er auch bleiben.“ Kann das wirklich wahr sein, dass man hier so viel Kurzsichtigkeit an den Tag legt und die Partei mit Anlauf „gegen die Wand laufen“ lässt, weil man selbst sein Amt nicht aufgeben will? Einfach nur mehr traurig, denn diese Partei wird unter Babler bis zu den nächsten Wahlen wahrscheinlich „einstellig“ sein.
Gottfried Schmidl
Der neue Heiland?
Die SPÖ hat wahrscheinlich ihren endgültigen Retter gefunden! Ein betagter Multimillionär greift nach der Krone der Arbeiterbewegung, um sie aus dem Umfragetief zu katapultieren. Die Eignung dafür bringt er zweifellos mit: Weil der Herr vor über siebzig Jahren in einer Ottakringer Wohnung ohne Bad aufgewachsen ist, versteht er die heutigen Sorgen der Menschen – von der Teuerung bis zur Überfremdung – aus der komfortablen Perspektive seines millionenschweren Ruhekissens natürlich blind. Wer braucht für aktuelle Gegenwartspolitik schon einen anderen Realitätsbezug? Das inhaltliche Fundament seiner Mission steht jedenfalls schon fest: „Wirtschaft ankurbeln und Kickl verhindern“ – ein politischer Geniestreich, auf den vor ihm garantiert noch niemand in dieser Republik gekommen ist.
Christian Uhl
„Toter Oktober“
Überaus treffend schreibt Herr Chefredakteur Klaus Herrmann unter „Toter Oktober“ darüber, dass, wenn jetzt aber sofort die 15-Prozent-Babler-SPÖ nicht den Rettungsanker Gerhard Zeiler ergreift, sie statt im roten Oktober im „toten Oktober“ landet. Dann ist es endgültig vorbei. Dann kommt Platz 4 und die totale Bedeutungslosigkeit für eine Partei, die einmal mit Dr. Bruno Kreisky als Kanzler die Absolute erreichte. Das Zaudern und Zögern ist angesichts dieser Dramatik für diese Partei eigentlich unverständlich. Mit Herrn Zeiler käme ein Mann – ähnlich wie seinerzeit der, leider inzwischen verstorbene, Industrielle Hannes Androsch – mit Sachverstand, guter Wirtschaftskenntnis und mit Beziehungen ins Ausland, die wir angesichts unserer katastrophalen Daten dringend brauchen würden! Österreich braucht Leute wie Androsch, Dr. Wailand und Zeiler dringender als je zuvor!
Heinz Vielgrader
Herr Zeiler
Im Interview mit Frau Bischofberger kündigt er an, was er alles machen möchte, wenn ihm der Sturz von Herrn Babler gelingen sollte. Stellt sich wieder einmal die Frage, wann kommt endlich einer, der glaubwürdig verspricht, ausschließlich nur das umzusetzen, was die Mehrheit der Bevölkerung will.
Gerhard Breitschopf
Vom Babler zum Zeiler
Vom Marxisten zum Kapitalisten – und das in derselben Partei! Der Treppenwitz der österreichischen Geschichte.
Friedrich Leisser
Wenn es nicht um Geld geht, geht es um Macht
Aufgrund der schlechten Umfrageergebnisse ist es klar, dass sich innerhalb der SPÖ etwas ändern muss. Ob Herr Zeiler, der plötzlich aus dem Nichts auftaucht, aber der Richtige ist, den Vizekanzler Babler abzulösen, wage ich zu bezweifeln. Alleine seine Aussage, auf seinen Gehalt verzichten zu wollen, löst in mir große Bedenken aus. Ich weiß, dass Herr Zeiler Millionär ist, aber für eine geleistete Arbeit auf sein Gehalt zu verzichten, passt nicht in das Bild eines Politikers. Und wenn es nicht um Geld geht, kann es nur noch um Macht gehen. Und was ein Millionär mit Macht in der Politik anstellen kann, sieht man beim deutschen Bundeskanzler Merz. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Günter Pock
Sie richten es sich zu ihrem Vorteil
Wie passt der superreiche Herr Zeiler in die SPÖ, die doch bei jeder Gelegenheit den Kampf gegen die Reichen propagieren? Gegen die wirklich Superreichen, die Wall-Street-Spekulanten und die Bilderberger trauen sie sich nicht, da spekulieren sie auf weitere Versorgungsposten. Für die SPÖ sind die Reichen alle, die fleißig arbeiten, sparen und Steuern zahlen. Ausnahmen gibt es da nur für alle Genossen, die Spitzengehälter verdienen, und das oft auf mehreren Seiten. Die meisten Genossen in der Politik bekommen noch zusätzliche Posten, wo sie nochmals kassieren. Das typische Beispiel ist Hr. Babler, der sich einen zweiten Gehalt als sein eigener Sekretär und dann als sein Pressesprecher gegönnt hat – obwohl er einen ganzen Stab von Pressesprechern hat und noch externe Berater beschäftigt. Er hat ja noch einige andere Jobs, wo er verdient, auch wenn er sein Weingut und seinen Heurigen an Familienmitglieder abgegeben hat. Wie passt der Ruf der Jusos „Schlachtet die Reichen“ zum Chef der SPÖ – zum alten und zum designierten Obersozi?
Stephan Pestitschek
Spaltung der Bevölkerung
Im „ZIB 2“-Interview spricht Gerhard Zeiler offen über die Ungerechtigkeiten der heimischen Krankenversorgung. Dazu ergänzend die nüchternen Zahlen: Hier 5,5 Millionen Österreicher ohne Versicherungspolizze, welche auf operative Eingriffe oft ein Jahr lang warten müssen. Auf der Gegenseite stehen 3,7 Millionen Zusatzversicherte. Sie kennen OP-Wartelisten nur vom Hörensagen. Zweiter Missstand: „Otto Normalbürger“ kämpft um freie Termine bei den insgesamt 7239 ÖGK-Vertragsärzten. Betuchte und Zusatzversicherte hingegen genießen das Überangebot von 11.939 Wahlärzten. Im Gegensatz zur gleichbleibenden Anzahl von ÖGK-Ärzten vergrößert sich das Heer der kassenungebundenen Mediziner von Monat zu Monat. Welcher Politiker hat den Mut, hier endlich einen Riegel vorschieben? Klammheimlich geht ein brutaler Spruch durchs Land: „Jeder ist selbst schuld, der nicht zusatzversichert ist!“
Dr. Wolfgang Geppert
Vor den Vorhang geholt
Die „Krone“ brachte einen großen Artikel unter dem Titel: „Sie haben es geschafft: Danke, Österreich“. Sehr aussagekräftig ist ein Satz in der Einleitung: „Doch es gibt auch jene, die sich in Österreich gut integrierten.“ Dieser Satz lässt erahnen, wie sich die Gesamtsituation der Flüchtlingswelle von 2015 seither entwickelte. Aber dazu gibt es ja jede Menge öffentliche, amtliche Statistiken und Medienberichte. Im Artikel werden jedenfalls einige Menschen vor den Vorhang geholt, wird ihr neues Leben in Österreich als positives Beispiel vorgestellt. Und man muss vorausschicken: Auch sie kamen als Asylwerber und vermutlich genauso illegal wie all die anderen Hunderttausenden seither. Man hat bei der Kurzbeschreibung auch nicht unbedingt den Eindruck, dass diese Menschen in ihrer Heimat um ihr Leben fürchten und deswegen flüchten mussten. Der vorgestellte Herr z. B. arbeitete übrigens, bevor er nach Österreich kam, in der Türkei. Er war dort also schon in Sicherheit, in einem sicheren Land. Was gab der wohl als Asyl- bzw. als Fluchtgrund an? Trotz aller berechtigten Fragen rund um Asyl und Flucht wünsche ich diesen Menschen und auch allen anderen, die in Österreich „angekommen“ sind und einer geregelten Arbeit nachgehen, alles Gute.
Josef Höller
Großrechner im Weinviertel
Geplantes Rechenzentrum in Zistersdorf/Weinviertel. 14 ha landwirtschaftliche Fläche werden dem zum Opfer fallen. Rechenzentren brauchen exorbitant viel Strom .dafür also werden die Windräder aufgestellt? Den Strom zahlen dennoch wir. Die Stromkosten werden unvorstellbar hoch werden durch unser aller Liebe zu Daten, Smartphone und künstlicher Intelligenz („we feed the troll“). Weil’s bequem ist.
Ingrid Ederer
Wahnsinn und Größenwahn?
Im beschaulichen Weinviertel, einer Region, die vor allem für ihre malerischen Weinberge und idyllischen Landschaften bekannt ist, entsteht derzeit ein ungewöhnliches Projekt von enormem Ausmaß: Auf einer Fläche von 14 Hektar wird ein riesiger Großrechner errichtet werden. Dieses Vorhaben sorgt nicht nur in der Region, sondern auch weit darüber hinaus für Aufsehen – und das aus gutem Grund. Ein Wahnsinn und Größenwahn. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der geplante Großrechner im Weinviertel auf 14 Hektar tatsächlich ein gewaltiges Projekt ist, das viele Fragen aufwirft, aber auch viel Potenzial bietet. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Kombination aus moderner Technologie und traditioneller Landschaft entwickeln wird.
Wolfgang Gottinger
So kann es weitergehen
Nach dem 3:1-Sieg gegen Israel in Linz gewann die österreichische Fußballnationalmannschaft der Herren auch das Länderspiel gegen die Mannschaft aus dem Kosovo im Wiener Ernst-Happel-Stadion hochverdient mit 3:1. Teamcoach Ralf Rangnick setzte dabei erfolgreich mehrere Teamdebütanten ein, die alle entsprachen. Allein die Chancenverwertung könnte noch etwas verbessert werden. Die Kosovaren kamen durch einen Elfmeter-Strafstoß zu einem Ehrentor, das wir ihnen auch vergönnen. Ende gut – alles gut, und so könnte es, so hoffen wir, mit der neu formierten Mannschaft auch in Zukunft weitergehen.
Franz Köfel
Kosten sofort offenlegen!
Nun soll also – als neueste Schnapsidee – der islamische Religionsunterricht in den Schulen überwacht werden. Es ist daher höchst überfällig, dem österreichischen Steuerzahler wahrheitsgemäß die tatsächlichen Kosten, die wir für Migranten/Asylwerber aufbringen müssen, zu nennen. Es sind ja nicht nur allein die Mindestsicherung und sämtliche andere Sozialleistungen für Großfamilien (wie Kindergeld, Arbeitslosengeld, Taschengeld, medizinische Rundumversorgung usw.) zu berappen. Dazu kommen noch die Aufenthalte in den Haftanstalten, Rechtsanwälte, NGOs, Dolmetscher, Deutschkurse, mehr Lehrer in Klassen mit Schülern ohne Deutschkenntnisse usw. Und als Clou kommen jetzt noch die Betreuung pro Migrantenfrüchtchen in Simmering mit 60.000 € sowie die Kosten für die Bewachung des Nachwuchsterroristen mit 20 Polizeibeamten hinzu. Nicht zu vergessen die Spitalsaufenthalte nach Messerstechereien etc. Ob dieser hemmungslosen Verschleuderung unseres Steuergeldes und zugleich des uns auferlegten Sparpaketes kriegt man Schnappatmung. Wann wehren wir uns endlich dagegen?
Christine Zimmermann
Van der Bellens Rede bei der UNO
Kriege und Kriegsverbrecher hat es in jeder Periode der Geschichte gegeben, sie beim Namen zu nennen, ist in der momentanen kriegerischen Aktualität nur selbstverständlich. Vielleicht wurden aber einige Namen in diesem Zusammenhang noch nicht genannt, die es verdient hätten, genannt zu werden.
Franz Pail
Staatsbürgerschaft für alle
Die Wiener Magistratsabteilung MA 35, aktuell gebeutelt durch eine schwerwiegende Korruptionsaffäre, verzeichnete 2025 mehr als 143.000 Staatsbürgerschaftsanträge, eine unfassbare Zahl. „Experten“ wiederum kritisieren, dass immer mehr Menschen in Österreich leben, aber nicht wählen dürfen, wobei Wien besonders stark betroffen ist und da offensichtlich etwas nachhilft. Wahlrecht ist allerdings ein Bürgerrecht; die physische Präsenz allein kann und darf nicht dazu berechtigen. Wählen zu dürfen, setzt die Staatsbürgerschaft voraus, und auch mit deren Verleihung sollte man nicht so inflationär wie bisher, sondern zurückhaltender und v. a. selektiver umgehen, damit dieser kostbare Rechtsanspruch von den Betroffenen entsprechend wertgeschätzt wird, etwa durch ausreichende Deutschkenntnisse für private und berufliche Kommunikation, entgeltliche Beschäftigung und Akzeptanz der Leitkultur. Oder sollen in Zukunft auch illegal eingereiste Migranten, die vom Sozialsystem leben und sich nur mit Dolmetscher verständigen können, legal wählen dürfen, bedingt durch die bloße mehrjährige Anwesenheit?
Mag. Martin Behrens
Spritpreisbremse
Die von der Regierung beschlossene Spritpreisbremse ist nichts anderes als Augenauswischerei. Eine Preissenkung um zwölf Cent so anzukündigen, dass Ölmultis und Raffinerien Zeit haben, die Preise so weit anzuheben, dass nach Inkrafttreten der vorgeschriebenen Preisbremse der Sprit dann genauso viel kostet wie jetzt, das nenne ich schlichtweg Humbug. Die einzige Möglichkeit, den Multis und der Regierung einen Denkzettel zu verpassen, wäre, wenn sich die Konsumenten solidarisieren und ein, vielleicht sogar zwei Tage nicht mehr tanken. In Österreich wird täglich Sprit im Wert von Millionen verkauft. Wenn die Autofahrer das für einige Tage boykottieren, wäre es sicherlich ein Anstoß für die Verantwortlichen, einmal nachzudenken. Und es würde möglicherweise auch aufzeigen, dass unsere öffentlichen Verkehrsmittel nicht in der Lage sind, den Straßenverkehr zu entlasten. Also Autofahrer, ob privat oder gewerblich, solidarisiert euch! Das wär einmal ein wirkliches Zeichen.
Gerhard Pezetta
Sechsjährige Volksschule
Wenn es nach dem Bundesminister Wiederkehr geht, soll es die sechsjährige Volksschule nächstes Schuljahr an ausgewählten Standorten geben. Im gegenwärtigen österreichischen Schulsystem wird die Auswahl, ob ein Kind das Gymnasium oder die Mittelschule besuchen darf, zu früh getroffen. Entscheidend ist nämlich schon das Halbjahreszeugnis der 4. Klasse Volksschule. Ich kann dem Test der sechsjährigen Volksschule nur zustimmen. Schließlich muss ein neues Modell entwickelt werden, das die Schwächen des derzeitigen Schulsystems korrigiert. Der zentrale Gedanke des Schulversuchs ist, dass die Entscheidung zwischen Mittelschule und AHS-Unterstufe erst nach der sechsten Schulstufe fällt. Mit diesem Schulsystem würden die verschiedenen Begabungen und Entwicklungen der Kinder wahrscheinlich besser berücksichtigt werden. Die Schule sollte allen Schülerinnen und Schülern die gleichen Chancen bieten. Eltern und Jugendliche müssen auch aussagekräftige Entscheidungshilfen für die richtige Schullaufbahn erhalten.
Kurt Gärtner

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